Jetzt Mitglied werden: kostenlos registrieren
Wie funktioniert das Silbernetzwerk?
Bundeslandspecial Hamburg

Icon ARTIKEL
Liebe

"Rent a men in Bulgarien" und mehr..... Teil 3 über meine Recherchen in dem Land, ins das ich in 2 Jahren übersiedeln werde...


Im Thema: Liebe
von: Petra Kallenbach
erstellt am: 20.05.2011

17 Bewertungen: (ø 4.3)
  • 1 |
  • 2 |
  • 3 |
  • 4 |
  • 5 |
475 mal gelesen


" RENT A MEN IN BULGARIA" und mehr...

Es war in der letzten Woche meines zweiten Aufenthaltes in Bulgarien, dem Land in das ich in 2 Jahren wegen meiner niedrigen Rente übersiedeln werde um noch Lebensqualität für mein Geld zu haben, denn in D wird alles teuerer, nur die Rente bleibt gleich, also muss ich gehen... -

Ich hatte zwar mein Hotel in Albena, habe aber bei meinen durch das Internet über ein Auswanderungsforum im Mai 2010 kennengelernten Freunden ,Ira und Eik in Kavarna, sie wohnen bereits seit 2005 in BG, übernachtet. Ebenso wie bei mir trieb sie ihr niedriges Einkommen nach BG. - Keiner, den ich gesprochen habe verließ Deutschland, weil es ihm dort nicht mehr gefiel. - Ab 2007 ist es ja EU - Land und alles leicher.

Den Tag zuvor hatten wir im Rodrophengebirge verbracht und dort die " Djavolskoto Gorlo Höhle" besucht. Ein Fluss fließt in Form eines etwa 60 m hohen Wasserfalls in die Erde und bildet den sogenannten" Brausenden Raum". - Hier soll Orpheus ins Totenreich gegangen sein um seine Geliebte Eurydike zu retten.- Es war fazienierend und inspirierend dort. Ich hätte mich noch Stunden dort aufhalten können. - Im nächsten kleinen Dorf gab es ein Kunsthandwerkergeschäft mit Hexen.- Da ich Hexen mag und auch einige habe (Natürlich weiße...), habe ich mir dort eine als Bewegungsmelder gekauft. Bei lauten Geräuschen leuchten ihre Augen rot, sie zappelt mit den Beinen und lacht ganz gruselig, schwingt ihren Besen dabei. - Ich habe sie Szneshanka (Schneewittchen) getauft.

Wieder in Kavarna (der Rockmetropole in BG, ca. 11.000 Einwohner) angekommen, gingen wir zur Raiffeisenbank (ein österreichischer Ableger). - Meine Freundin wollte Geld abheben und mir den Bankdirektor Michail Angelov, vorstellen. Alle Deutschen und Engländer haben dort ihr Konto. Einfach weil es sicherer ist, als eine BG Bank. Herr Angelov hatte 5 Jahre in München gearbeitet und begrüßte auch mich sehr freundlich. Wo in D bitte hat man das denn schon, wenn man nur kleines Einkommen hat? ( Ärzte u. Bankdirektoren verdienen nur ca. E 500,--). - An der Kasse angekommen sagte die Bankangestellte zu meiner Freundin: " Molja (bitte) Pisspott! - Hääää? - Ich sah grinsend meine Freundin an und diese sagte: "Pizpot bedeutet hier Unterschrift!" - "Ach sooo, sagte ich und bewegte mich in Richtung Ausgang. Draußen angekommen schüttelte mich ein Lachanfall. - Die vorbeigehenden Leute haben bestimmt gedacht ich sei Epileptikerin.-

Am anderen Morgen gingen wir schon recht früh zum Markt, wo ich Ziegenkäse kaufen wollte um ihn mit nach HH zu nehmen. - An diesem Tag wollte ich noch gerne ins Yailata Naturschutzgebiet, wusste aber nicht wie, da keine Busse dorthin fuhren. Meine Freunde besaßen kein Auto. Eines zu mieten wollte ich nicht, weil ich außerhalb der Städt die kyrillischen Schilder nicht lesen konnte und zudem schon immer ein schlechtes Orientierungsvermögen hatte. Da sagte Ira: "Dann miete Dir doch einen Mann!" ich sah sie skeptisch an. Ich meine ein Taxi mit Fahrer, sagte sie, die sind hier sehr preiswert. Und wenn wenig zutun ist, lassen sie eh mit sich reden. - Wir fanden tatsächlich einen, für 50 Lewa (25 Euro pro Tag). - Er hieß Ivo und sprach sogar etwas Deutsch. Allerdings mit sächsischem Akzent, er hatte mal, als BG noch nicht EU war in Ostdeutschland gearbeitet. - Ich stieg ein und erklärte, was ich sehen wollte. - Er redete viel ich verstand nur die Hälfte, da ich ja schon mit dem sächsischen Dialekt so meine Probleme habe.

Da es bald Mittag war fragte ich ihn, ob er wüsste wo man "Spezial" essen konnte. Doch er schwieg. - Geraume Zeit später sah er mich lächend an und fragte: " Muschifarm?" - Ich zuckte zusammen. Der wird doch nicht etwa auf Ideen kommen... (obwohl, unter anderen Umständen.., er sah ja ganz gut aus, ca. 1,82 gr0ß, blaue Augen, was bei Bulgaren selten ist...) - Ich habe es ja gleich gewusst, Bulgarien ist gefährlich, von wegen, "Wilder Balkan" und so. - Und ich nun allein mit ihm hier in dieser Einöde... - Warum habe ich nicht auf meine Freundinen in Deutschland gehört, welche mich noch gewarnt haben???? - Aufmunternd nickte er mir zu. "Da,da!" (Ja,ja) - Mida jam! Wkussen! - Mein Gott, "Küssen?" - Es kam mir vor, als seien plötzlich 50° in diesem Auto. - Ich fächelte mir mit meinem Sprachführer Luft zu, meine Sonnebrille war ohnehin schon beschlagen. - Zudem ärgerte es mich unendlich, das meine Hexe in der Tasche im Kofferraum bei jeder Erschütterung zu kreischen anfing und das gerade bei den unpassendesden Gelegenheiten.

Auf einmal: "Madame Petra, wir sind bei Muschifarm!" (Französische Ausdrucke wie Madame oder Merci benutzen sie da ganz gerne, besonders bei Touristen, wenn man von Welt sein will..) - Ein schmiedeeisernes Tor vor einem Grundstück am Meer. - Scheiße, dachte ich, ein Motel, ein Stundenhostel oder sowas . Doch je näher wir kamen erschien ein großes Schild: M u s s e l f a r m D a l b o k a, ganz klein darunter: Muschelfarm. - Wir waren auf einer Muschelfarm mit Restaurant am Meer und traumhaften Ausblick. Hier wurden Muscheln gezüchtet. Ivo und ich bestellten: 2 x Mida(Muscheln) nature für, man glaubt es nicht, 6 Lewa, ca, 3 Euro. Und: Edna Butillka wino. - Den brauchte ich auch, nach diesem Schock. - Es war ein tolles Essen mit einem zauberhaften Ivo, welcher mit romantischen Komplimenten nicht sparte. (Er war natürlich Junggeselle, wie alle, die mindestens vier kinder zu versorgen haben, lächel. Aber Frau ist ja nicht doof....)

Später fuhren wir die etwa 30 km nach Albena zurüch, wo ich mein Gepäck im Hotelzimmer hatte und auch noch packen musste für den nächsten Tag.

Ich nahm mit Ivo noch einen Abschiedsdrink in der Hotelbar des Hotels Borjana. Er gab mir noch seine Handy- Nr. und seine Skype - Adresse. - Danach hat er mir noch geholfen meinen " Koffer zu packen", lächel... - Und irgendwann, irgendwo, werden wir uns vielleicht mal wiedersehen...

" R e n t a m e n i n B u l g a r i a.........." ( s.u. )


(Wenn Ihr mal sehen wollt, wo wir gesessen haben dann klickt an: www.dalboka.com (Ein Link ist auch: about us, mit D - Übersetzung auf der Seite) - Und meheren kleinen Videos von der Muschi >(ähm, Muschelfarm und Bio - Züchtung und Kap Kaliakra, bald mein Zuhause)

IconKommentare

Gesperrtes Mitglied
Gesperrtes Mitglied21.05.2011 09:04
Herrlich, Petra,

das ist fast wie aus einem diese herrlichen Lektüren,
die man im KH geschenkt bekommt,
man kann wieder so herzahft richtig lachen und bekommt
so ganz "nebenbei" einen anderen Eindruck von BG .
Du kannst es eben, ich werde mich mit Dir in
Verbindung setzen, denn wenn dort mehr Deutsche wohnen.....
WARUM NICHT!!!!

jim beam
jim beam21.05.2011 10:49
Du

bist ne Traumtänzerin
Petra Kallenbach
Petra Kallenbach21.05.2011 14:05
Traumtänzerin.....

Ja, Jim Beam,

ich bin eine Traumtänzerin und das gerne. - Doch in der restlichen Zeit stehe ich mit beiden Beinen fest im Leben. :)

Petra Kallenbach
Petra Kallenbach21.05.2011 14:10
Deutsche in BG.....

In Bulgarien wohnen relativ viel Deutsche. - 1 x Im Jahr haben sie ein Treffen in Sofia. Ich habe über Internet in der Umgebung von Kavarna 12 von Ihnen kennengelernt - Kann ja mal den Vorschlag machen, sich auf der Muschelfarm Dabolka zu treffen, lach...
Gesperrtes Mitglied
Gesperrtes Mitglied21.05.2011 14:31
Hi Petra

Wir hatten mal eine aus San Fracisko Austauschschülerin bei uns .
Sie wollte deutsch lernen.
Ich erklärte ihr die Übersetzung...wir gehen abends zu Freunden in ihr Haus.

Mein Mann kam mit der U- Bahn und sie lief ihm freudestrahlend entgegen und rief: Wir gehen heute abbend ins Freudenhaus. Und sie sprang und hüpfte dabei. Sie war schon 20:-) Und die Leute guckten.
Sonst, nein Bulgarien wäre nichts für mich , zuviel Osten, ich war 2 x in Kurzurlaub.1 x war kurz zuvor mein Mann am Miniskus operiert worden und wir wollten es ruhig.Da ist es wie überall mit Geld geht es auch dort besser.
Da gab es mal kein Obst im Hotel, mit einem Extrazuschuss schon.

Petra Kallenbach
Petra Kallenbach22.05.2011 10:09
Das Fake....

Ja, das mit dem Freudenhaus ist auch eine lustige Geschichte. - So kann es einem gehen, mit fremden Sprachen.

Bulgarien ist ein sehr armes Land. Und wo es Armut gibt, da gibt es auch Kriminalität und Korruption. - ich will es mal so sagen: - Bulgarien und ich, eine Liebesehe wird es sicher nicht, eher eine Zweckgemeinschaft. Aber auch die sollen ja oft gerade gut funktionieren.

jim beam
jim beam22.05.2011 20:08
Urlaub

ist was anderes als wenn man immer dort Leben würde..dann wird auch aus den netten"gutausehenden" Bulgaren schnell der Otto Normalverbraucher..verstehst?..
isolde bauer
isolde bauer23.05.2011 16:41
bis zur Rente...

hab ich noch ca 5 jahre .Aber ich mache mir auch jetzt schon Gedanken,wo ich mich niederlassen werde.Bulgarien auch nicht schlecht,wäre man doch gleich in Istanbul.
Petra,super Dein Artikel.....
Dir alles Gute ,und berichte uns wieder davon..
isi

jim beam
jim beam23.05.2011 18:23
ich

mach ne Komune auf..ne zweier oder dreier..dann werden die Renten zusammen geschmissen und dann kann man auch hier ziemlich gut rund kommen..
vielleicht auch ne vierer..3 Frauen und ich..2 Hähne würden sich nicht vertragen

Petra Kallenbach
Petra Kallenbach25.05.2011 10:34
Eine Kommune aufmachen.... , jim beam.

Daran denken sicher viele. - Doch ab einem gewissen Alter werden die Menschen immer schwieriger und dann ist ein auskommen nicht leicht. Es gibt Streit und Kommunikationsschwierigkeiten. - Ich kenne zwei von solchen Gemeinschaften. Zuletzt sind sie alle wieder auseinandergegangen und sprechen heute kein Wort mehr miteinander. - Für Wohngemeinschaften muss man wohl geboren sein. - Meins wäre es nicht, lieber eine Hand voll gute Freunde in der Nähe und sich bei Bedarf treffen. -

Niemals kann mein ein Land daran messen, wie es dort im Urlaub ist. Deshalb knüpfte ich die Kontakte zu den Deutschen, welche dort schon Jahre leben und natürlich auch zu ein paar Bulgaren.- BG ist noch im Aufbruch und viel muss getan werden, das geht dort langsam.

Bulgarien und ich, eine Liebesehe wird es nicht, eher eine Zweckgemeinschaft. (Aber die sollen ja angeblich oft noch besser funktionieren, weil die Erwartungshaltung nicht so groß ist... )


Aristo Cat 8032
Aristo Cat 803225.05.2011 14:04
grins, spracheliche Mißverständnisse..

Krach auf Gran Canaria mit meinem Mann im Urlaub (er hatte sich gegen meinen ausdrücklichen Vorschlag nicht mit Sonnenöl eingerieben und entsprechend hatte er am Abend Brandblasen, besonders schmerzhaft im Oberschenkelbereich); ich weigerte mich also zur Apotheke zu gehen, um mit meinen Sprachkenntnissen dort etwas dagegen einzukaufen.

Er düst alleine los und kommt ohne Salbe, aber mit einer deutlich roten Wange zurück.

Des Rätsels Lösung: er konnte sich nicht verständlich machen und wollte der jungen Verkäuferin deshalb die Brandblasen zeigen, als er aber seine Hose halb herunter hatte, hatte er auch schon eine kräftige Ohrfeige und wurde von zwei Mitarbeitern aus der Apotheke geworfen

:-))))))


toller Artikel!

Petra Kallenbach
Petra Kallenbach26.05.2011 11:29
Aristo Cat, sprachlich Misserverständnisse.....

Eine köstliche Geschichte, kann ich direkt vor meinem bildlichen Auge sehen und könnte direkt noch mehr daraus machen. - Da muss ich immer aufpassen, das meine Fantasie mir keinen Streich spielt, grins... -

In meinem Bekanntenkreis sagen die Freunde immer: Man muss aufpassen, was man Dir erzählt, sonst findet man sich plötzlich in einer unglaublichen Geschichte wieder, lach... - Und tatsächlich, vieles aus dem Alltag hat mich zum Schreiben inspiriert.




Gesperrtes Mitglied
Gesperrtes Mitglied26.05.2011 14:25
Tja Petra,

ich nenne das "Kopfkino", wenn jemand etwas erzählt und ich es mir geistig vor Augen halte. muß Schmunzeln oder gar laut lachen.
Dann ist immer eine Erklärung fällig.
Erst dann wird denen klar, was sie doppeldeutig von sich gaben.
Wäre evtl. kein Fehler, daraus auch mal etwas zu Schreiben.

Denke dabei nur daran, als ich in ziemlich jungen Jahren in Sardinien war ( zum 1. mal) und wir ein Haus gemietet hatten, eine Clique junger Leute.
Ganz unten in diesem "Feriendorf" konnt man einkaufen, was man zum Kochen brauchte.
Alles war soweit eingekauft, bis auf Eier.
Ich wußte nur noch, es fing in italienisch mit O an, aber der Rest wollte einfach nicht auf die Zunge.
So stand ich da, flatterte mit den Armen und Gackerte wie ein Huhn, was ein Ei gelegt hat, bis Jemand hinter mir sagte:
Rosi, suchste das Wort für Eier?
Schmarot drehte ich mich um und sah die Tochter des Pfarrers aus unserem Ort.

Oft saßen wir daraufhin am Abend eben mal dort oder bei uns auf der Veranda und es kamen die herrlichsten Anekdoten zutage.

Nachdem ich fast 10x dort auf dieser schönen Insel war, suchte ich sie bei meinem letzten Besuch auf, mit dem Gedanken im Kopf, dort evtl. meinen Lebensabend ganz verbringen zu wollen.
Schade, denn dort wo es mir gefiel, waren keine Ärzte weit und breit, die Geschäfte hatten gewöhnungsbedürftige Öffnungszeiten, WENN sie offen waren.
Aber eine riesengroße Kirche, die hatten sie...lacht.
Dort hätte man wunderbar Tiere halten können, Grundstücke waren erschwinglich, fertige Häuser standen NICHT zum Verkauf und mieten war dort nicht.
Selbstt zu bauen in einem anderen Land, wo die Arbeitsmoral schon sehr zu wünschen übrig lässt, war mir dann doch zu heikel.
Aber mal sehen, NOCH ist nicht aller Tage Abend ;o)

Petra Kallenbach
Petra Kallenbach02.06.2011 17:15
Rosi XX

Ja Rosi, so Sachen wie auf Sardinien kenne ich auch, mider "Arbeitsmoral", lächel... - Ab dem dritten Tag unseres Urlaubs wollte ich immer beim Schlachter einkaufen, es war aber immer zu, owohl dinnen Lich brannte. Ich ging zu den unterschiedlichsten Zeiten hin und befragte auch andere Urlauber. - Aber nur schulterzucken, end lich nach 10 Tagen traf ich die Vermieterin unseres Ferienhause und sie sagTe: " Du musst nur von unten in die Luft rufen: " S P I R OOOOOOO S !!!!! " - Dann kommt er schon runter, sitzt immer auf seiner Dachterrasse. - Und so war es auch. - Wir kamen dann doch noch dazu mal Lammfleisch zu grillen, lach... ( Das zum Stichwort "Arbeitsmoral )

Grüße aus`m Norden von -

P E T R A

Petra Kallenbach
Petra Kallenbach02.06.2011 17:18
Mist!!!

Das kommt davon, wenn man den Text versendet ohne noch mal durchzulesen, sooooooooooo viele Fehler, seufz... - :)

Mitglieder LogIn
Mitglieder LogIn:


Passwort vergessen?
shop
hilfe
videogruss
@@** @@, B.olaf a, wehrheimNina Kochegura, MünchenHeidrun Nabinger, Frankenstein
Mit Humor besser lebenKleine morgentliche Meditation - Sich selber wieder schätzen lernen.Humor hält Senioren jungVermutungen und Ahnungen!






hsnmedia GmbH - Werbe- und Internetagentur Hamburg