3 Profile sind besser als eins?
Im Thema: Internet
von: Der Kistenkater
erstellt am: 25.03.2009
von: Der Kistenkater
erstellt am: 25.03.2009
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Ein seltsamer Nick! Oder 'Wie ich lernte, Google zu lieben'
Die Generation der heute 20- bis 30-Jährigen ist mit dem Computer und mit dem Internet aufgewachsen. Da gehört es dazu, dass man eine eigene kleine Homepage hat und seine Bilder, Hobbies oder Lieblingswitze präsentiert. Wem Reaktionen per Email oder Gästebuch zu wenig sind, sucht sich eine 'Community', in der man sich mit Gleichgesinnten austauschen kann.Studenten sind bei StudiVZ oder Facebook. Wer schon berufliche Erfolge vorweisen will, tut dies bei Xing oder LinkedIn. Und daneben gibt es viele weitere webbasierte soziale Netzwerke...
Wer Kinder oder Enkel hat, sollte ein wenig über Schuelervz wissen. Nicht das Reißerische, wie es in Fernsehbeiträgen dargestellt wird – aber eine realistische Vorstellung: Glauben die Schüler, dass sie dort beleidigen und mobben können, weil sie anonym sind? Fühlen sie sich sicher vor Erwachsenen, die falsche Altersangaben machen und zum Besuch einladen? Oder geht es einfach darum, dass bei 6 Stunden Chatten nicht mehr Zeit für Hausaufgaben bleibt.
Was all diesen Aktivitäten gemeinsam ist, es werden unglaublich viele persönliche Daten preisgegeben, manchmal einer Plattform mit Millionen von Mitgliedern, manchmal dem ganzen Internet. Aber so ist sie halt, die Jugend?
Wem schreibe ich das eigentlich?
Lange Zeit hieß es, die sogenannten 'Best Ager' haben Nachholbedarf am Computer und bei der Internetnutzung. Sie telefonieren lieber und holen ihre Informationen lieber aus dem Fernsehen oder aus der Zeitung. Ja, sie wissen sogar noch, was ein Buch ist.
Und plötzlich entstanden Plattformen, die 50+ oder Rentner und Pensionäre gezielt umwerben und sich altersgerecht geben.
Nun fallen mir immer mehr 'Best Ager' auf, die sogar in mehreren Communities ein Profil haben. Ist ja meiner Kenntnis nach auch nirgends verboten. Aber was für Folgen hat es, wenn in der einen Gemeinschaft das Geburtsdatum offen angezeigt wird, in der 2. der ausführliche 'über mich und meine Familie'-Text und die 3. Seite schließlich erwartet, dass Vor- und Familienname wahrheitsgemäß und ausgeschrieben eingetragen werden?
Bei den Twens sind es die Personalabteilungen der Firmen, bei denen sie sich beworben haben, die sich freuen, wenn sie gleich mehrere Profile zum Auswerten haben. Wer aber wird sich schon für einen Rentner oder eine Pensionärin im Internet interessieren?
Jetzt kommt der beliebte Spruch 'Ich habe nichts zu verbergen'!
Soll ich dann noch empfehlen, auch die PIN und TAN ins Profil einzutragen?
Nachher ist man meistens klüger,
meint Rafael
Übrigens, den Nick, den ich seit 1999 im Internet am häufigsten verwende, findet man nicht auf meinem Profil.
Eine Seite, die man kennen sollte, auch wenn man kein Computerfreak ist:
http://www.bsi-fuer-buerger.de/
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