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Kultur

Avatar .....Aufbruch nach Pandora....


Im Thema: Kultur
von: Falkin Lilly
erstellt am: 10.01.2010

6 Bewertungen: (ø 3)
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510 mal gelesen


...warum berührt mich dieser Kinofilm

Nun habe ich mir diesen Film schon das 2. Mal angeschaut und weiß, ich würde auch ein 3. oder 4. Mal hin gehen.

Ein modernes Märchen, das auf einem fiktiven Planeten spielt, mit wunderschönen Naturbildern, Phantasietieren, besiedelt von menschenähnlichen , blauen Wesen, deren Charaktereigenschaften an Indianer erinnert.

Was ist es, was an diesem Film so berührt.
Warum habe ich das Gefühl, es ist eine uralte Geschichte, die wirklich schon so statt gefunden hat.
Warum machte er mich stellenweise so traurig, dass ich weinen musste.

Ist es nicht alles Fiktion?


Ein Planet namens Pandora. Fliegende Landschaften, weil irgendeine andere Form der Schwerkraft wirkt. Pflanzen, Bäume, Regen, Energie, Leben, Spiritualität…vielleicht ist es das, was an einen Teil unserer eigenen Erde erinnert. Pandora, das genauso durch Macht und Profitgier bedroht ist.

Bei uns heißt der Erdteil Südamerika, Amazonas, Regenwald.

Auf Pandora leben die Ureinwohner nach ihren ureigensten, archaischen Gesetzen, Die Hierarchie innerhalb eines Clans oder Stammes erinnert an die Indianer Nordamerikas, mit ihren Führern, Häuptlingen und Stammesältesten. Das spirituelle Wissen, dass durch die Schamanen gelehrt und weiter getragen wird. Die Rituale die eine Heilszeremonie begleiten.

Das alles gibt es nicht nur auf dem fiktiven Planeten Pandora. Das gab es und gibt es noch heute bei der Minderheit der Ureinwohner Amerikas, Afrikas, Australiens und den Inuit.

Das Böse, dargestellt durch Macht und Profitgier, verkörpert durch die Himmelsmenschen, die sich den Planeten untertan machen wollen, um an Bodenschätze zu gelangen. Dabei in Kauf nehmen, das die Ureinwohner ausgerottet werden, die Natur zerstört wird, das spirituelle Wissen zugrunde geht.
Die Zerstörungswut tobt zu Lande und in der Luft mit einem Aufgebot an Maschinen, Menschen und Flugkörpern. Zum Einsatz kommen alle erdenkliche Waffen, von Gas über Brandbomben und Dynamit.

Dem haben die Ureinwohner nur entgegen zu setzen ihre eigene Beweglichkeit als Reiter auf flugsaurierähnlichen Vögeln und pferdeähnlichen Huftieren, die mit ihren langen Zungen, kolibrigleich, den Nektar aus Blüten saugen. Die einzige Waffe sind Pfeil und Bogen, wobei der Pfeil vergiftet ist.

Das erinnert mich an die Amazonasindianer mit ihrem Wissen um das Pfeilgift Curare.

Die Botschaft in diesem Film ist die Aussage:

Ich sehe dich.

Doch das meint nicht nur, ich nehme den Anderen äußerlich war. Es bedeutet, ich sehe in deine Seele.
Wer in der Lage ist, in die Seelenlandschaft des Anderen zu schauen, kann verstehen, kann lernen, kann seine eigene Lebensposition verändern, weil er sich annähern kann.
Er kann seine eigenen Lebensgesetze hinterfragen und sich sogar von ihnen verabschieden, wenn er erkennt, dass andere Lebensgesetze ihn in Einklang mit der Natur, mit sich selber, mit der Liebe und dem Frieden bringen.

Und so kann auch dieses Märchen einen guten Ausgang finden….wenn das Böse besiegt wird, das Gute wieder in den Vordergrund rückt und über allem die Liebe steht.

Marlies

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