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Alter & Rente

Besuch im Altersheim


Im Thema: Alter & Rente
von: Hardy Schneck
erstellt am: 31.05.2010

7 Bewertungen: (ø 4.1)
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296 mal gelesen


Am Wochenende besuchte ich meine Tante (96) im Altersheim, was ich dort bemerkte war erschütternd!

Das "Altersheim", heute sagt man ja "Seniorenwohnsitz", lag in einem sehr schön angelegten Park. Bloß sah man keine Senioren trotz mildem Wetter. Das war das erste, das ich bemerkte. Nach langer Suche (Am Empfang war niemand) gelang es mir und meiner Frau, endlich meine Tante zu finden. Sie wohnt mit noch einer Mitbewohnerin in einem kleinen, aber gemütlich eingerichteten Apartement (die monatlichen Kosten belaufen sich auf 3120 Euro!) Da meine Tante sehr vermögend war, ist dies für sie keine allzu große Belastung. Nun passierte folgendes: Wir gingen zusammen in die Cafeteria des Heimes. Während des Weges bemerkte ich einen relativ großen, nicht sonderlich einladend wirkenden Aufenthaltsraum mit einem großen Flachbildfernseher. Drinnen saßen etwa 15 Personen beiderlei Geschlechts. Alle schauten stumm auf den Fernseher, obwohl das Bild ständig "lief". Niemand kam, um das zu richten. Ergo nahm ich mir einen Stuhl, stellte mich darauf um das Gerät zu erreichen und fixierte das Bild. Die dankbaren Augen der Senioren waren mir die kleine Mühe wert. Als ich danach mit meiner Tante, die das mitbekommen hatte, darüber sprach meinte sie nur:"Das ist hier immer so, das sind sozialhilfe abhängige Bewohner, das kümmert hier keinen. Wenn bei mir was nicht funktioniert, genügt ein Klingelknopf und schon springen sie."
Deutschlands arme Senioren, wehe sie haben kein Vermögen!
IconKommentare

Heidi  Shila
Heidi Shila01.06.2010 00:07
nicht immer

geht es so zu in seniorenheime. es gibt gute und weniger gute.

auch durch den ständigen personalmangel, dürfte soetwas nicht sein, dass die bewohner länger zeit ohne hilfe sind.


PIA ♥♥♥♥♥
PIA ♥♥♥♥♥01.06.2010 09:17
Wie

Heidi Shila schon sagt, so pauschal kann man das nicht sagen.
Es gibt Heime, wo es tatsächlich so ist und Heime, wo es anders gehandhabt wird.
Ich habe in einer "Seniorenresidenz" (hört sich vornehm an, war aber ganz normal) gearbeitet, wo keine Unterschiede zwischen Selbstzahlern und Bewohnern, die vom Sozialamt unterstützt wurden, gemacht wurden, es zählte der Mensch.
Grundsätzlich sollten die Bewohner nicht vor dem Fernseher oder sonst irgendwo "geparkt" werden und ohne Aufsicht sein. Eine Rundumbetreuung erweisst sich allerdings als schwierig, eben aus Personalmangel.
Das Personal ist trotz vollem Einsatz, oft bis totaler Erschöpfung, einfach nicht in der Lage, allem gerecht zu werden, leider........

Inaktives Mitglied
Inaktives Mitglied01.06.2010 11:24
Überwachung und Kontrolle

ist ja nun vom Gesetzgeber veranlaßt worden und auch bereits angelaufen, natürlich wird das noch dauern, bis diese gesetzliche Vorgabe dann auch mal greift, die Zustände in manchen (vielen) Häusern dieser Art sich bessern werden.
Wobei man allgemein ja die Erfahrung machen darf, dass Gesetze oder Regeln dazu da sind, umgangen oder schlicht ignoriert zu werden ....wo keine Kläger ...

Geperrtes  Mitglied
Geperrtes Mitglied01.06.2010 12:19
Nicht leicht

Ich habe 30 Bewohner im Betreuten Wohnen. Es gibt Tage da kommen 15 zur Veranstaltung, gestern waren es 2 . Man kann sie nicht zwingen.Denen geht es halt an dem Tag nicht gut und sie sind in ihrer Wohnung.Auch ist es depremierend , da lfd. welche sterben. Ich weiß jetzt durch meine Erfahrung , ich will mal sowo nicht sein.
Nur Alte und Kranke....ich muß noch die bessere Lösung bis ich 70 oder 75 bin finden, aber kein Heim, auch keins mit Luxus....
es gibt bei uns gute Anlagen, Augustinum, auch -3500 E und doch werden alle nur geparkt, geht nicht anders.... zuwenig Personal, zuwenig Geld übrig für Extras. Schwer alles zu organisieren.Nicht jeder alte Mensch ist lieb, und unproblematisch...wenn demenz usw. kommt und derjenige voll eklig sein kann.

Hardy Schneck
Hardy Schneck20.09.2010 15:29
Voll eklig

Die Freundin meines jüngsten Neffen arbeitet als Betreuerin im Außendienst. D.h. sie fährt mit ihrem Auto zu den zu betreuenden Menschen. Manchmal bleibt sie auch über Nacht dort. Was sie mit alten, demenzkranken und auch anderen älteren behinderten Männern erlebt hat, unfassbar! Dass einige ihr unter den Rock bzw. an die Wäsche gingen, ließ sich ja noch vermeiden, jedoch gegen die >schutzigen< Reden ist sie fast machtlos. Beschwerdenbei dem Träger wird mit den Worten:"Nun haben Sie sich nicht so, das ist doch normal, damit haben sie zu rechnen, das sind nun einmal kranke, alte Menschen." Manchmal möchte sie alles hinschmeißen.
Hardy Schneck
Hardy Schneck18.11.2010 14:24
Steurn für rentner?

Jetzt kann es ganz dick kommen:http://www.bild.de/BILD/politik/2010/11/18/renten&#45;steuer/noch&#45;

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