Die Hand
Im Thema: Internet
von: Silver Shadow
erstellt am: 14.08.2011
von: Silver Shadow
erstellt am: 14.08.2011
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Ein Märchen:-))
Patsch!!!Die Ohrfeige hatte gesessen. Er konnte schon zuschlagen, er, sein Vater, der mit hochrotem Kopf vor ihm stand und brüllte:
„ So eine Schande“
Die Mutter versuchte zu beschwichtigen.
Vergebens.
Und wieder brüllte der Vater:
„ Und das in unserer Familie, schau Dir unsere Ahnentafel an, so was gabs noch nie, der ist doch nicht normal, mein ganzer Verein wird mich auslachen “ und hob erneut die Hand.
Die Hand seines Vaters, die er so hasste. Schnell flüchtete er, ja, davonlaufen, das konnte er.
Er hetzte in sein Geheimversteck, um sich auszuheulen.
„ Nicht normal“ hallte es noch in seinen Ohren. „..der ganze Verein“, Pöh, die wussten es doch längst. Er sah doch immer ihre mitleidigen, spöttelnden Blicke.
Wie sagte unlängst der Vereinsvorsitzende zu ihm:
„Schade, dass Du so völlig aus der Art geschlagen bist“
Nicht Normal.
Vor allem die Mädchen in seiner Klasse sahen das anders.#
Die Mädchen liebten das, dass er die Schönheit, die Anmut, den geschmeidigen Gang, die wunderschönen Augen, seiner Gefährten, denn ja, so nannte er sie: seine Gefährten, liebte und nicht das ruppige Alphamännchengehabe, das sein Vater so bevorzugte.
Auch Wettkämpfe, wer ist der Stärkste, Schnellste usw. verachtete er, er legte nur Wert auf die äußere Erscheinung: je zarter, je schöner und vor allem der Schwanz, der musste imponierend sein…….
Wortfetzen drangen in sein Versteck:…….Waschweib… widerlich…. Familienbewusstsein…. Tradition….Aussterben…Schande.
Er wollte gerade etwas zurückrufen, da sah er sie plötzlich in Gedanken wieder vor sich:
Die Hand, die Hand, die ihm schon so viele Schmerzen bereitet hatte.
Er schwieg, aber sein Hass wurde immer stärker.
Der Hass auf seinen Vater, den Verein und auch auf die Mädchen.
Ja, auch auf die Mädchen, die ihn nicht seiner selbst mochten, sondern nur wegen seiner Neigung. Seiner Neigung zu Katzen.
Und wenn auch eine 100jährige Tradition zu Ende ging, ihm wars egal.
Er würde die Hundezucht seines Vaters nicht weiterführen.
Es sei denn, die Hand würde…….
KommentareAristo Cat 803214.08.2011 18:53
;-)
Sie las, was Mütter mit ihren Kindern machten, wenn diese gestohlen oder gelogen hatten.
War auch nur der Hauch der Ansicht, es sei etwas von mir gelogen oder gar gestohlen (zu dieser Zeit gab es kaum etas zu stehlen) so wurden die Hände mit der Wäschekordel zusammengebunden und der Gummiwasserschlauch (nicht aus Plastik) landete überall dort, wo sie treffen konnte. Ich lebe trotzdem.
Brauchte nie eine psychischen Hilfesteller und das was ich mir damals geschworen hatte, meine Kinder niemals zu schlagen, konnte ich ohne viel Mühe durchhalten.
Ob ich meine Mutter dafür gehasst habe? Als Kind ...nein...ich hatte nur Angst vor ihrer Unberechenbarkeit, später tat sie mir leid, sie hatte es wohl nie anders erlebt....gelernt...??







