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Liebe

Die Lebensbuehne


Im Thema: Liebe
von: Falkin Lilly
erstellt am: 25.12.2011

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Gedanken zum eigenen Theaterstueck

Mach mir mal wieder so meine Gedanken.
Sie drehen sich um mich,
um mein ureigenstes Lebenskarussell.

Ich, als ganze Person, spiele,
auf der Lebensbühne, immer wieder,
ein ganz besonderes Stück.

Die Akteure, sind mir bestens bekannt.
Teilstücke in mir, die das große Ganze bilden.
Ich stell sie euch vor:

Da ist Erotica.
Sie ist voller Lust,
manchmal spielt sie die erste Geige
in einem Stück.
Manchmal wird ihre Lust,
auf in den Vordergrund treten,
nicht befriedigt.
Dann schmollt sie, ist unleidig und voller Frust.

Die Träumerin sitzt am liebsten
auf einer bunten Sommerwiese.
Lebt in einer Parallelwelt voll Phantasie.
Bunt wie ein Regenbogen,
sind die Bilder, die sie malt.

Das Innere Kind und die Weise Frau,
halten sich immer an der Hand.
Du kannst sie nur im Doppelpack erleben.
Weißt oft nicht, wer da lacht oder weint,
auch wenn du genau hinschaust, ganz unverwandt.
Das vor Neugierde und Lebenslust übersprudelnde Kind,
oder die zärtlich, mütterliche Weise Frau.
Verletzt du die Eine,
wirst du ganz unweigerlich auch die Andere treffen.

Am Klavier, da hinten im Raum,
spielt die Herzberuehrerin.
Manchmal laut, manchmal auch leise,
wunderschöne Liebeslieder.
Sie sollen das Herz erwärmen,
auf dieser Lebensbühne,
manchmal hört man sie kaum.

Für Recht und Ordnung,
setzt sich der Polizist und der Richter ein.
Manchmal muss man ihnen die Augen verbinden,
wenn’s etwas unmoralisch wird,
weil sie ach so prüde sind.

An dem einen Rand sitzt die Autorin,
manchmal ist sie auch Regisseurin im Lebensstück.
Schreibt auf die Gefühle und Gedanken,
Gedankenfetzen wortgewaltig werden zu ganzen Sätzen.

Doch der, der ganz friedlich,
fast unsichtbar in der äußersten Ecke steht.
Er ist der friedvolle Krieger,
mit einem großen Schwert,
das steckt ganz tief in seinem Schaft fest.

Er überschaut das ganze Stück.
Mal gefällt es ihm,
mal wird’s ihm fast zu bunt.
Kinderweinen kann er nicht ertragen.
Und beim vordergründigem Spiel von Erotica,
schwillt ihm an der Kamm und Kragen.
Er kann sie nicht ertragen, diese Unmoral.
Verbindet sich mit Polizist und Richter,
werden zu einer uebergrossen Macht.
Endlich reißt er raus ,
das Schwert aus seinem Schaft.

Mit einem lauten Wutgeheul,
zerschneidet er das unwürdige Band,
beendet damit das Stück,
was grad zur Aufführung anstand.

Erotica verzieht sich schmollend in die Ecke.
Ihr Spiel ist mal wieder vorschnell vorbei.

Das Kind weint noch leise vor sich hin,
hat nicht mal seine Schokolade bekommen.
Wird getröstet von der mütterlich Weisen Frau.

Die Träumerin geht auf die Herzberuehrerin zu.
Stellt sich direkt an das Klavier
Und wünscht sich nun ein Lied.

Nun singen beide, ganz melodiös,
das Lied von der ewigen, vollendeten Liebe,
nach der sich der Mensch in seiner Gesamtheit sehnt.

See me, feel me, touch me, heal me

Marlies

Weihnachten 2011

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