Die Nacht in der Mark
Im Thema: Reisen & Hotel
von: Gabriele M.
erstellt am: 05.10.2009

von: Gabriele M.
erstellt am: 05.10.2009

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Diesen Sommer sind wir durch die Mark Brandenburg gefahren. Die Landschaft hat mich inspiriert.
Nacht in der MarkSchräg fallen rote Sonnenstrahlen
durch hohe Kiefern, hell und licht,
die schwarze Schatten auf die Erde malen,
im harz`gen Duft, der aus der Erde bricht.
Absolute, heilg´e Stille -
zögernde erste Nebelschleier-
leise ertönt ein Lied der Grille,
kühl weht es her vom fernen Weiher.
Die Spinne hat am Ast versonnen,
in des Abends letztem Grau,
kunstvoll und schön ihr Netz gesponnen,
und in dem Netz fängt sich der Tau.
Ein morscher, alter Eichenstumpf
um den mit einmal Lichter schweben,
ruht fernab, dort, in einem Sumpf.
Die Nacht erwacht zu ihrem Leben.
Noch zögernd regt sie ihre Glieder,
streicht durchs dunkle Haar sich sacht,
der Teich spiegelt die Sterne wider,
Wind im Schilf, das raschelnd wacht.
Die Nacht hat vor dem Spinnennetz,
zögernd noch, ihr Haupt gebeugt,
hat auf den Boden sich gesetzt,
Tauperlen sich ins Haar gestreut.
Der Nachtwind, er vergaß sein Wehen,
als er sie sah, in dunkler Pracht,
hätt´ gern sich an ihr sattgesehen,
hat ihr ein Kompliment gemacht.
Da ist sie doch ganz hold errötet,
hat sich gen Osten abgewandt.
Die Nachtigall hat süß geflötet,
als die Nacht im Morgen schwand.
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es regt die Phantasie an.
Rosamaria