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Wohnen

Ein brisantes Thema


Im Thema: Wohnen
von: H Peter Wandelt
erstellt am: 12.11.2009

6 Bewertungen: (ø 2)
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368 mal gelesen


Zusätzliches Einkommen durch Verrentung der eigenen Immobilie für SeniorInnen ab dem Alter von ca 65 Jahren mit Wohnrecht

Das Rententhema in Deutschland ist hinlänglich bekannt. Seit einiger Zeit erscheinen in der
veröffentlichten Meinung/Presse gelegentlich Begriffe wie Umkehrhypothek / Immobilienverrentung. Zu Recht wird dieses Thema mehr und mehr in den Focus der Öffentlichkeit gebracht. Worum geht es ?
Viele Rentner besitzen schuldenfreie, selbstgenutzte Immobilien, aber das eigene Einkommen
ist eher schmal bei steigenden Kosten im Gesundheitsbereich bis hin zu unerwarteten Ausgaben für den Erhalt der eigenen Immobilie. Was also tun ?
In angloamerikanischen Staaten giibt es schon seit Jahrzehnten die sogenannte 'reverse mortgage' oder Umkehrhypothek. Hier erhält der Rentner ein zins- und tilgungsfreies Darlehen, das bei Tod durch die Vewertung der Immobilie getilgt wird. Ist die Darlehenschuld höher als der Verkaufserlös, haftet für dieses "Defizit" der Staat.
In Deutschland versucht seit ca 4 Jahren der Verband der öffentlichen Banken ( VÖB ) ein
ähnliches Modell zu schaffen, bis lang erfolglos wegen des oben erwähnten "letzten Risikos".

Nur in vereinzelten Fällen sind solche Seniorendarlehen unter bestimmten Bedingungen möglich.

Als andere Alternative kann der Verkauf des Hauses gegen eine lebenslange ( oder zeitlich
befristete ) Rente angestrebt werden, weiterhin ein grundbuchlich gesichertes, lebenslanges
Wohnrecht und idealerweise die Übernahme der Kosten der Instandhaltung des Hauses.

So würde aus dem 'Betongeold' zusätzliches monatliches Geld, mit dem man z.B. das Haus
barrierefrei gestalten kann, ggf. später ambulante Pflegekräfte bezahlen kann uv.m.

Ich selbst beschäftige mich als frieer Berater seit mehr als 25 Jahren mit dem Thema Geld und Immobilie. Eins ist deutlich deutlich geworden : Die Werthaltigkeit bzw. automatische Wertsteigerung ist schon lange nicht mehr gegeben. Neben der Tatsache, daß die sogenannte Mittelschicht in Deutschland zunehmend wirtschaftlich wegbricht ( als Käuferpotential ), fehlen darüberhinaus schon seit Jahren auf Grund der demografischen Entwicklung mehrere hunderttausend Menschen ( Geburten ) pro Jahr, die als Nachfrager auftreten könnten. Diese Erkenntnis wird schmerzlich geleugnet bzw. verdrängt, spätestens dann, wenn man versucht, sein Haus zu verkaufen....

Die eigene Immobilie zu Geld machen und trotzdem sorgenfrei ( ohne Instandhaltungskosten )
möglichst lange im gewohnten Umfeld wohnen zu können, wird zunehmend ein zentrales
Thema, zumal die eigenen Kinder häufig auch stark 'immobilienlastig' sind bzw. ein Interesse
haben (sollten), daß ihre Eltern genügend geld für eigene Versorgung haben sollten, ansonsten
siehe Sozialgestzbuch (SGB )...
Altengerechte Wohnplätze, angeboten durch Projektentwickler/Fonds und andere naturgemäß
renditorientierte Anbieter verlangen bekannterweise enorme monatliche Miete/Preise für
z.T. zweifelhafte Leistungen, einschließlich einer Ghettosierung...

Das Thema ist naturgemäß sehr komplex bis hin zu Erbschafts- und Steuerfragen, wird aber
angesichts der eigenen Kassensituation zunehmend vielen im Magen liegen.

Gelegentlich und in Einzelfällen gibt es den einen oder anderen ( institutionellen ) Anbieter
mit zum Teil sehr unterschiedlichen Varianten. Allerdings sollteman sich zuerst über eine Grundsatzfrage im Klaren sein : Verkaufen mit Wohnrecht und Rente oder Verschulden für die Erben...

Anregeungen/Fragen/Diskussionen erwünscht...
Beste Grüße an die Mitglieder hier im Netz

Peter aus Köln




IconKommentare

Gerhard Gerhard
Gerhard Gerhard12.11.2009 20:28
...

Tatsächlich ein brisantes und hochaktuelles Thema. Nur fürchte ich, dass die (berechtigte!?) Angst vor Verlust, viele Menschen vor solch einem Unternehmen zurückschrecken lässt. Sie sollen ihr schwer erwirtschaftetes "Kapital" (Grund und Boden) in die Hände von anonymen Gesellschaften geben.
Bei der derzeitigen, durchaus verständlichen Vertrauenskrise, wird sich da sehr wenig bewegen lassen.

Solange keine gesetzlichen Grundlagen geschaffen werden, sehe ich da momentan keine Chancen.

Zu so einem Vorhaben gehört ein klein wenig "unternehmerisches denken". Das wurde und wird den Deutschen Bürgern mit immer mehr Sozialismus gründlich ausgetriben.

"Lieber Staat bitte hilf mir mit immer mehr Steuergeldern von anderen, mir geht es so schlecht." Das ist der derzeitige Mainstream!


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