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Essen & Trinken

Einkaufen mal anders: Kein Schleppen, Schlange stehen oder vergessen von Produkten mehr!


Im Thema: Essen & Trinken
von: Joseph Fix
erstellt am: 21.09.2009

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404 mal gelesen


Silver Surfer testen Einkaufshilfe Wer die nebenstehend beschriebene Einkaufshilfe für zu Hause testen und damit das Entwicklungsteam unterstützen möchte, ist eingeladen. Die Firma „stnd“ stellt zehn Seniorenhaushalten ein Geräte zur Verfügung. Die Testp

Fahren, schleppen, Schlange stehen – Einkaufen ist ein Kraftakt. Kein Problem, solange der Mensch über körperliche und verkehrstechnische Mobilität verfügt. Im Alter wird existenzielle Selbstversorgung zum Erschwernis. Online-Shopping ist eine Alternative – „aber keine echte Erleichterung“, findet Nikias Klohr. „Das ist für einen älteren Menschen alles verdammt umständlich“, hat der 27-Jährige Karlsruher Elektrotechniker bei seinen Recherchen herausgefunden. Und überhaupt: Nicht in jedem Senioren-Haushalt sei ein Computer Standard, und wenn, dann stehe der gewiss nicht in der Küche. Nächstes Problem: Für einen großen Samstagseinkauf benötige man mindestens 30 Minuten, bis man alle Produkte im Web-Shop gefunden habe. Alles müsse auf einmal eingekauft werden, um eine bestimmte Bestellmenge zu erzielen. Das ist Voraussetzung dafür, beliefert zu werden. Klohrs Fazit: „Der ganze Bestellprozess ist für die Gruppe der über 65-Jährigen einfach zu kompliziert.“

Der Prototyp einer elektronischen Einkaufshilfe steht bereits auf dem Tisch: Eine schlichte, etwa Din A 4 große Edelstahlplatte, versehen mit vier Knöpfen, einem Display und einem Leuchtfenster. Als Anschluss dient eine Haushaltssteckdose. „Jatuso“ heißt das Gerät, das für den ersten Testlauf von seinen Erfindern noch von Hand zusammengeschraubt worden ist. Karszt hält den Strichcode einer Müsli-Verpackung vor die rote Scheibe. Der Scanner dahinter registriert das Produkt. Auf dem Display erscheint die Bezeichnung der Ware und deren Preis. Per Knopfdruck wird die Ware bestellt. Ob Lebensmittel, Hygieneartikel oder Haushaltswaren – der Strichcode auf der Verpackung definiert das konkrete Produkt. Auf einer Anzeige wird nochmals der Inhalt des „Warenkorbs“ aufgelistet. Nun noch den Wunsch-Liefertermin in einem Zeitfenster auswählen – und fertig.

Der Clou der Erfindung ist die Übermittlung der Bestellung zum Lieferant. Sie erfolgt übers Handynetz. „Der Kunde benötigt aber kein Handy und auch kein Internet, nur eine Steckdose“, freut sich Klohr. Im Herzen des Bestellgerätes sitze ein Funkmodul, das übers Handynetz funktioniert, verdeutlicht er. Alle Bestelldaten kommen im zentralen Rechner der „stnd“ an und werden an das im Aufbau befindliche Händlernetz weitergeleitet. „Wir wollen uns zwischen dem Kunden und dem Händler positionieren“, betont Vordenker Klohr, „um den Händler gegebenenfalls bei unzureichender Qualität wechseln zu können“.

Die Frage nach dem Datenschutz wird auch nicht lange auf sich warten lassen. In der Tat sammle das Unternehmen mit dieser Geschäftsidee „eine Menge Verbraucherdaten“, bestätigt Klohr. Drei Monate habe er das Gerät zu Testzwecken bei sich zu Hause gehabt. Danach ließ sich leicht ablesen, dass er „gerne Salami mit Gurken zu Abend“ esse. Eine Weiterverwendung der Daten sei nicht geplant, jedoch deren Verwendung für weitere Verbesserungen. Dabei denken die Macher an die Implementierung von Alternativvorschlägen zu einzelnen Produkten, die das Bestellgerät anzeigen könnte.

Testen, testen, testen, lautet jedoch momentan die Devise. Einen prominenten Präsentations- und Versuchspartner hat die Innovationsschmiede in unmittelbarer Nachbarschaft zur Technologiefabrik soeben gefunden. Im so genannten „Living Lab AAL“ (Ambient Assisted Living) des Karlsruher Forschungszentrums Informatik (FZI) wird „Jatuso“ neben einer Vielzahl neuer Technologien und Organisationslösungen für einen selbstständigen Alltag im Alter vorgestellt und geprüft. Von den erfahrenen FZI-Forschern verspricht sich Klohr wertvolle Impulse für die altersgerechte Gestaltung des eigenen Produkts. Denn jene Testgeräte, die in Umlauf kommen sollen, haben mit dem Serienprodukt noch keine Ähnlichkeit. „Wie ein modernes Navigationsgerät soll Jatuso später aussehen“ beschreibt Klohr die Vision der Entwickler. Jetzt müsse das Team „mit dem günstigen Prototyp zunächst beweisen, dass es funktioniert und von der Zielgruppe angenommen wird“. Dann erst könne über eine Produktion in Tausender-Stückzahl nachgedacht werden. Die Suche nach einem Investor ist allerdings gleichzeitig angesagt.

IconKommentare

 PIA  ζんノ
Hääää?????

is dat getz hier Werbung oder wat???
Inaktives Mitglied
Inaktives Mitglied21.09.2009 21:12
Davon im Fersehen

mitgebekommen, aber sucht das Teil auch nach dem besten Preis, wie kann ich Sonderangebote, die ich noch nie genutzt hatte, von dem ich also keinen Strichcode _ Barcode habe, dann bestellen. Also ohne Tastatur würde es nicht gehen oder alle Händler müßten ihre Flyer sofort mit dem Barcode versehen, sodaß man darüber bestellen könnte.
Bei uns ist ein kleiner Edeka Laden, da wird 2x wöchentlich das per Telefon bestellte auch geliefert, kostenlos. Ist es außerhalb der 2x wchtl., dann kostet es nach Menge der Bestellung 5 Euro, bei einer hohen Summe nichts.
Rechtschreibefehler sind ein Specialeffect meiner Tastatur.
MfG
Rosi

Gerhard Gerhard
Gerhard Gerhard21.09.2009 21:52
...

Auch wenn die Technik immer mehr möglich macht, tendiere ich zum "Einkaufsmodell" von Rosi.

Der gute alte "Tante-Emma-Laden" um die Ecke ist wieder auf dem Vormarsch und wer damit Geld verdienen will/muß kümmert sich um den Service, sprich Bestellannahme und Auslieferung.

Eine telefonische Bestellung bei dem Händler den ich kenne ist immer noch prsönlicher als ein Atomat über den ich irgendwelche Codes ziehe.


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