Es gibt das Gute, - nur macht es keinen Lärm.
Im Thema: Freunde
von: Rolf Pfahlmann
erstellt am: 15.04.2009
von: Rolf Pfahlmann
erstellt am: 15.04.2009
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In der letzten Zeit hörten wir von jungen Menschen, die Dinge tun, die uns alle erschütterten. Und doch geschieht auch vieles andere, unauffällig und von den Medien unbeachtet, das uns aber Mut macht und uns zu der Einsicht verhilft: Es gibt das Gute! Hie
"Mit einem Freund war ich in der Stadt unterwegs. Da fiel uns eine Frau auf, die mit einem kleinen Kind im Hüftsitz an uns vorbeiging und einen schweren Kartoffelsack mit sich herumschleppte; sie zog ihn auf einem Stück Pappe hinter sich her. Die Leute machten alle einen großen Bogen um sie.
Wir schauten uns an, und mein Freund meinte etwas verlegen: "Du, ich denke, wir sollten schon..." Ich nickte.
Dann gingen wir zu ihr und sagten ihr, wir würden ihr gern tragen helfen. Sie war ganz froh und nahm das gern an. Wir erfuhren, dass sie aus Pakistan stammte und dass man ihr die Kartoffeln geschenkt hatte.
Nachdem wir schon ein ganzes Stück gegangen waren, kamen ihr Bedenken, ob das für uns nicht doch zuviel würde; sie dankte uns und meinte, dass sie es jetzt allein schaffen würde. Wir waren ein wenig schüchtern und trauten uns deshalb nicht, da jetzt etwas dagegen zu sagen. So gingen wir weg.
Nach einer halben Stunde kamen wir wieder an derselben Stelle vorbei. Die Frau stand immer noch dort und hoffte offensichtlich, dass ihr andere Passanten helfen würden und sprach den einen oder anderen deswegen an. Aber niemand reagierte. Auch wir wollten zuerst weitergehen, denn sie hatte uns ja vorhin weggeschickt.
Aber dann merkten wir, dass das nicht so ging. Wir hatten in unserer Jugendgruppe gemeinsam und feierlich beschlossen, das Gebot Gottes der Nächstenliebe ernst zu nehmen und jedem, der in Not war, zu helfen. So liefen wir wieder zu ihr hin und halfen ihr, den schweren Sack bis nach Hause zu tragen.
Die Frau wußte nicht, wie sie uns danken sollte. Sie bot uns sogar Geld an, aber wir nahmen es nicht. Wir waren einfach froh, dass wir es geschafft hatten, das zu leben, was wir uns vorgenommen hatten."
N., 13 Jahre alt




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