Euthanasie.
Im Thema: Gesundheit
von: Gesperrtes Mitglied
erstellt am: 06.10.2011

von: Gesperrtes Mitglied
erstellt am: 06.10.2011

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Ernest.
Er saß vor dem Kamin . Er hat auf die Bibliothek einen Blick geworfen und den Buch von Ernest gefunden.
Ernest ...wie lange hat er nichts neues von ihn gehört?
Das sind schon 9 Monate vergangen, als die beiden das letzte Mal geredet haben. Seit wann Er nach München umgezogen gewesen ist, sind die Kontakte im Eimer gelandet.
Ernest , einer von seinem engsten Freundeskreis. Beide haben vor 45 Jahren als Studenten bei Studentenzeitung schreiben angefangen. Er hat 3 Jahre mit gemacht, später hat Er seine Persönlichkeit und sein Leben neben seiner Familie uneingeschränkt seinem Beruf gewidmet, der mit Schreiben nichts gemeinsame hatte.
Ernest ist bei Literatur geblieben und sein Hobby zum Beruf gemacht. Ernest hat 17 Romane geschrieben und unzähligen Novellen.
Er hat sie alle gelesen und war von den Bücher verzaubert. Selbst hat Er ganz selten ganz kurze Erzählungen geschrieben. Ernest versuchte ihn dazu motivieren die Erzählungen zu publizieren, aber Er keinen großen Wert darauf legte...
Spontan nahm er das Telefon und Ernest angerufen hat. Nach kurze Pause hörte er im Telefon eine kindliche , sehr schwache Stimme - "Hallo"...
-"Ich heiße XYZ , kann ich deinen Opa bitten?"
- "Hallo, ich bin es, der Ernest"- geantwortete die schwache, kindliche Stimme.
- "Ach du Schreck"- dachte Er und ein kalter Schweiß strömte Ihm den Rücken herunter.
Nach und nach hat sich ergeben, dass Ernest sehr erkrankt ist gewesen. Er liegt 6 Monate an das Bett gefesselt... er ist ein Pflegefall geworden. Hinter sich hat er zwei Herzinfarkte, Intensivstationen, Nierenversagen, sehr kranke Leber, leichten Schlaganfall und was mit den Beinen. Im Endeffekt nimmt er 30 Tabletten täglich, liegt mit Pampers im Bett. Ernest kann nicht mehr essen, Um ihn am Leben zu halten die Ärzte geben ihm Infusionen und ernähren ihn mit Kosmonauten Nahrung.
Während des Gesprächs hat Ernest gesagt, dass er nicht mehr leben will und bettelt um Euthanasie, aber keiner will ihm helfen. Er fühlt sich wie ein Zombie, ekelt sich vor sich selbst und leidet körperlich wie auch seelisch.
Er hat ihn gefragt, ob Er ihn besuchen darf. Ernest hat gesagt, dass nur in dem Fall, wenn Er ihm endlich zu sterben hilft. Wenn nicht, dann sollte Er lieber bleiben, wo Er ist. Ernest hoffte, dass bald auch ohne fremde Hilfe der befreiender von Leiden Tag kommt. Und Er sollte ihn in seinem Gedächtnis nicht als ein Haufen Elend behalten, aber so , wie er früher war..
-" Wäre ich ein Hund gewesen, würde ich schon längst eingeschläfert." - sagte Ernest mit der schwachen Stimme eines kleinen Kindes..
- "Leider bin ich nicht und deswegen muss ich leiden ohne Ende".
Ernest sagte noch, dass er nicht mehr die Kraft hat weiter zu reden und verabschiedete sich von Ihm für den Fall, wenn sie sich nicht mehr sehen / hören würden.
Er war wie gelähmt. Tausend Gedanken sind Ihm durch den Kopf gelaufen...Achterbahn der Gefühlen....
Er hat sich mit gut bekannten Rechtsanwalt in Verbindung gesetzt und fragte ihn um stand der Dingen mit Euthanasie in Deutschland. Der hat Ihm alles erklärt und geraten alles seinem Lauf zu lassen. Er kann seinem Freund nicht helfen.
In dem Fall , wenn doch Euthanasie in Deutschland erlaubt würde, und Er seinem Freund geholfen hätte, Er würde bis Ende seiner Tage niemals sicher sein, ob Er richtig gehandelt hat. So oder so ist das eine Pat-Situation, wo Er nichts „richtiges“ tun kann.
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Am Montag vor 3 Wochen hat Er ein Anruf von Ernests Frau bekommen . Sie haben sich kurz unterhalten und sie sagte :- "Du musst spätens am Freitag hier sein um das ganze mir vorbereiten zu helfen. Ich hole dich vom Flughafen ab."
Was war das für eine Freude, als Er geklingelt hat und sein Ernest , sehr abgemagert und sehr blass, aber lebendig Ihm die Tür geöffnet hat. Die beiden sind sich herzlich in die Armen gefallen gewesen.
Am Samstag hatte Ernest sein 75 Geburtstag in engem Familienkreis gefeiert und Er dürfte auch dabei sein. Ehrlich gesagt, Er war das Geburtstagsgeschenk Ernests Frau für ihren Mann.
Der Geburtstag war bescheiden auf Ernests Wunsch, aber schön. Ernest hat Ihm erzählt, dass nach seinem Telefonat vor halbem Jahr sein Zustand hat sich ganz langsam, aber verbessern. Langsam aber voran ist er stärker geworden. Von Tag zu Tag ging ihm besser und jetzt ist er auf gutem Wege ganz gesund zu werden. Die Ärzte sind mit ihm sehr zuversichtlich.
-"Erinnerst du dich noch, als ich dich um die Hilfe bei Euthanasie bat? Hättest du mir damals geholfen, wäre ich heute die Radieschen von unten schauen. Gottes Gerichte sind unergründlich."- sagte Ernest und scherzte dabei - "Wie gut, dass ich kein Hund bin."
Er nickte bewegt und dachtet, dass es wirklich ein Glück ist. Und Er freute sich, dass sie beide noch paar Jährchen ihre Freundschaft pflegen dürfen. Aber jetzt schon so richtig, wie das sein sollte.
Das ist eine wahre Geschichte aus meinem Leben.
© von Graf von Cholesterin am 06. 10. 2011 geschrieben.
Kommentareund mit damengeschlechts habe ich nichts zu tun...in meinem haushalt gibt keine frauen und es ist gut so...
nur zwei männer - ich und mein kaninchen...seine frau ist vor 2 monaten gestorben...
pfui...das nennt man(n) noch FRAUEN ?
ihr beiden habt schon längst vergessen, was LEBEN bedeutet...ihr vegetiert nur und eure destruktive lebenseinstellung versucht ihr hier erfolglos verbreiten...
tja...eure gehirnfalte in frontalen gehirnbereich - paracingulate sulcus (PCS) die für erinnerungsleistung zuständig ist, hat massiv geschrumpft oder ist ganz verschwunden...
so isses mit euch...zwei geschwüre am arsch SN...
und auch, dass mit der Euthanasie keine gute sache ist , statt sterbehilfe kann es ein mord sein.
sehr gut geschrieben. von mir tausend mal *5!









Nina