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Wirtschaft & Politik

Gesundheitsreform - zu Lasten der Schwächeren ?


Im Thema: Wirtschaft & Politik
von: Josef Bauernfeind
erstellt am: 23.09.2010

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Ab 2011 werden Beitragssätze von 14,9 auf 15,5 steigen

dabei wird der Arbeitgeberanteil auf dem neuen Niveau festgeschrieben , müssen die Versicherten die künftigen, wachsenden Ausgaben allein über die Zusatzbeiträge tragen . Damit können die Kassen in der Zukunft von ihren Mitgliedern Zusatzbeiträge in unbegrenzter Höhe erheben. Ausnahmen gibt es aber nur, wenn dieser Zusatzbeitrag 2,0 Prozent des jeweiligen Einkommens übersteigt. Damit ist klar, steigende Zusatzbeiträge belasten vor allem Arbeitnehmer, Niedriglöhner, Rentner und Studierende. Vorteile haben dagegen Besserverdienende , die nun künftig schon nach einem Jahr in private Krankenkassen wechseln können. Damit ist die Zweiklassengesellschaft eingeführt . Ein weiterer Gewinner der Reform ist die Pharmabranche( Siehe meinen Artikel " Lobbyismus in Deutschland "). Nach einer Studie sollen in Deutschland die Medikamente teils mehr als 500 Prozent teurer sein als in anderen europäischen Ländern. Warum kostet zum Beispiel das Magenmittel Omep in Deutschland 60,46 Euro und in Schweden nur 9,36 Euro ?. Laut Report sollen die neuen, patentgeschützten Arzneien gegen Blutdruck, Diabetes, Krebs oder anderen schweren Krankheiten ,verantwortlich sein für einen Kostenanstieg von 80 Prozent . Nachdenklich stimmt auch, dass die Umsätze von Patentarzneien von 1933 bis heute von 1,6 auf 13,2 Milliarden Euro explodiert sind . Der Gesundheitsökonom Jürgen Wasem rechnet in den kommenden Jahren mit drastisch steigenden Belastungen für die gesetzlich Krankenversicherten und sagt, dass durch die geplante Gesundheitsreform ,die Kopfpauschale durch die Hintertür eingeführt wurde .Ist damit das Ende des deutschen Solidarsystems eingeläutet ?
IconKommentare

Inaktives Mitglied
Inaktives Mitglied02.10.2010 16:07
Deutschland idt auch das Land,

das die höchsten Steuern auf Arzneimittel erhebt. Daher schon ein höherer Preis.
Omep (freiverkäuflich) sollte man ja auch nicht gleich in der Großpackung kaufen, sonderm zum Gastroenjterologen gehen, um feststellen zu lassen, warum es im Magen nicht stimmt!!
Wenn die Priese weltweit für Pharmaks sinken würden, könnten wir auch auf die Forschung verzichten, die oft in die Millionen und mehr geht, bis ein AM durch alle Prüfungen und mit sämtlichen Statisken etc. belegt, auf dem Markt erscheinen darf.
Und doch kommt nach Jahrzehnten, ein so "einfaches" Medikament, wie Paracetamol, das man Kleinkindern bei Fieber etc. gab, aufeinmal
nicht nur in den Ruf, sondern es bewahrheitet sich, daß es lebensgefahrlich ist.
Denn erst seit dem Bayerskandal wg. des Blutfettsenkers, kam man darauf, daß die meisten Medikamente über das Cytochrom P450 verstoffwechselt werden.
Nimmt ein PAtient und mehrere Medikamente und eines hat die stärkste Affinität zu diesem Cytochrom, so ist es für die Verstoffwechslung anderer Medikamente "besetzt".
Darum immer beim Arzt oder Apotheker nachfragen, WANN man ein bestimmtes Medikament im Zusaqmmenhang mit den Anderen einnehmken kann oder sollte.

Zu dem, was Herr Bauerfeindd hier schreibt noch Folgendes.
Es würde durchaus genügen, in Deutschland 2 oder höchstens 3 Krankenkassen zu haben.
Der Wasserkopf, der die Kosten verursacht, sitzt meist in den obersten Reihen der Krankenkassenführung.
Weniger Kassen, weniger Personalkosten, somit könnte das dazu beisteuern, das UNSERE Krankenkassen noch bezahlbar blieben, samt Medikamenten.

Inaktives Mitglied
Inaktives Mitglied02.10.2010 16:12
Gastroenterologen

Editor fehlt!,
wenn die Preise......Statistiken....
sorry für die Tippfehler und dem Herrn Bauernfeind nehme ich ein d wieder weg ;o)


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