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Gesundheit

Meine Freunde staunten nicht schlecht


Im Thema: Gesundheit
von: Rolf Pfahlmann
erstellt am: 11.10.2011

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Wir trafen uns zu unserem monatlichen Familienkreis, und hörten von einem Mitglied die nachfolgende und interessante Begebenheit:

"Es sollte ein entspannter Nachmittag mit Freunden auf dem Festplatz werden. Doch dann - ich hatte gerade das Kassenhäuschen zur Geisterbahn passiert - geschah eswas wirklich Unheimliches: Zwei etwa 16jährige Jugendliche entrissen mir die Geldbörse. "Laßt mir wenigstens die Dokumente", rief ich. Doch statt der Papiere bekam ich nur eins auf die Nase. Nach der ersten Überraschung versuchte ich, die beiden festzuhalten. Mit einem wahrhaft olympiareifen Sprung gelang es mir, wenigstens einen der beiden festzuhalten.

Ich verlangte mein Geld zurück, doch das hatte natürlich der andere. Inzwischen waren auch meine Freunde gekommen und umringten uns. Der Junge, den ich festgehalten hatte, hatte furchtbare Angst, dass ich die Polizei riefe. Daher bot er sich an, seinen Komplizen zusammen mit mir zu suchen. Obwohl mir meine Freunde abrieten, nahm ich an.

Es gelang uns tatsächlich, den zweiten zu finden. Auch er befürchtete Schlimmes und bekam Angst, als ich vor ihm stand. Dann gab er mir das Geld zurück und rechtfertigte den Diebstahl damit, dass er Hunger habe. Ich entgegnete ihm, dass so, wie sie es gemacht hätten, wohl nicht die beste Lösung dafür sei, lud aber dann die beiden in eine Imbißbude ein. Die beiden waren über die Entwicklung der Angelegenheit sehr verdutzt und schauten mich immer so von der Seite an. Aber nach und nach verschwand ihre Furcht, und schließlich begleiteten sie mich sogar zum Festplatz zurück. Meine Freunde staunten nicht schlecht, als sie uns sahen..." F.C.
IconKommentare

Rolf Pfahlmann
Rolf Pfahlmann11.10.2011 12:08
Korrektur des Textes

Leider ist mir, dem Schreiber des Artikels, im letzten Absatz ein Fehler passiert: Ich habe ein wichtiges Stück ausgelassen. Sorry...
Es müßte nämlich zusätzlich so lauten: "Ich hatte keineswegs freundliche Gefühle für diese zwei Diebe und fragte mich, ob es denn wirklich eine Lebenshilfe für die beiden wäre, wenn ich die Polizei riefe. Und mir schoß es durch den Kopf, dass auch die Erfahrung der Feindesliebe ein Zugang zur guten Seite der Jungen sein könnte. Und so lud ich die beiden in eine Imbißbude ein."

Heidi  Shila
Heidi Shila27.10.2011 00:34
ungewöhnlich

ist die handlung des geschädigten.

wie hätte er sich verhalten, wenn die jugendlichen ihn nicht bestohlen hätten, sondern einfach gefragt hätten, ob er ihnen etwas spendiert, weil sie hunger haben.

Ute  Sy
Ute Sy28.10.2011 11:18
Stand

gestern in der Zeitung, dass zwei 12-jährige einer Mittfünfzigerin trotz Gegenwehr die Handtasche entrissen haben.
So einfach ist dies nicht, und ich zweifle stark, dass diese Bürschchen einfach Hunger hatten.


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