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Gesundheit

Tod eines Kettenrauchers


Im Thema: Gesundheit
von: Hardy Schneck
erstellt am: 08.08.2010

8 Bewertungen: (ø 3.9)
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239 mal gelesen


Der Tod eines Rauchers

Tod eines Kettenrauchers

Gert hatte in seinem Leben vieles erreicht. Er war stolzer Erbe seiner elterlichen gutgehende Gaststätte,
hatte es zu Wohlstand gebracht, war zwei mal verheiratet und seine jetzige Frau stammte aus Thailand.
Gert besaß ein schönes Anwesen auf dem Land und außerdem einen Bungalow in Florida.Außer seinen
drei Sportwagen nannte er einen Jeep und zwei Motorräder sein eigen. Kurz, ihm ging es gut bis..........

das Schicksal ihn traf. Es geschah alles eines abends, als er mit seiner Frau, wie so oft rauchend vor dem
Fernseher saß. Rauchen, ja das war seine große Leidenschaft. Schon mit 13 hatte er angefangen:Erst
waren es noch leichte Zigaretten, so wie Lord Extra, Stuyvesant,Ernte 23 oder HB. Doch später griff er
zu stärkerem Tobak, jetzt hießen seine Marken Rothändle, Reval und Gauloises. Mit 40 bekam er einen
bösen Reizhusten und das Atmen fiel ihm schwer, doch egal, was soll's- er 'qualmte weiter. Von früh
bis spät in der Nacht hinterm Tresen, nicht nur den Rauch seiner 'Dochte, nein auch noch den der
vielen rauchenden Gäste, dazu noch Alkohol und nicht zu knapp.
Jetzt, vor dem Fernsehgerät spürte er plötzlich einen stechenden Schmerz in seinem Brustkorb.Er
krümmte sich und dann mußte er rasch in die Toilette, sich gewaltig übergeben. "Was ist los?"fragte ihn seine
Frau. Er wußte es nicht."Ist gleich vorbei," meinte er nur. Doch die Anfälle kamen wieder. Manchesmal
verließ er sein Lokal, setzte sich in die Küche und rauchte erst mal eine. So zwischen 80 und 100
Stück waren Standard.
Die Zeit verann, er wurde 56. Seinen Geburtstag verbrachte er im Krankenhaus (Hals/Nasen/Ohren). Man
hatte >Speiseröhren,Bronchial und Kehlkopfkrebs< diagnostiziert!
Als ich Gert im Krankenhaus besuchte, erkannte ich ihn kaum wieder. Der immer lustige, kräftige, braun=
gebrannte ehemalige Klassenkamerad war nur noch ein Schatten seiner selbst. 46 kg wog er noch.Sein
Gesicht eingefallen und sein Teint von gelblich,grauer Farbe. Zum Herzerweichen.
"Mensch Gert," sagte ich zu ihm, "wie geht's dir denn?" "Es ist aus," meinte er und dann gingen wir vor
den Eingang des Krankenhauses, wo er sich erst mal eine Zigarette anzündete. "Ist ja jetzt egal, ich hätte
mit diesen verfluchten Kippen nie anfangen dürfen, die Ärzte sagen der Teer hat's bewirkt." Ich blieb still,
was hätte ich auch sagen sollen? "Rauchst du noch?" fragte er mich. "Nein, schon lange nicht mehr,"
antwortete ich. "Das ist gut, weißt du, hier liegen nur Krebspatienten, sehr viele junge Frauen, alle waren
starke Raucher, sie werden sterben, genau wie ich."In seinen Augen schimmerten Tränen. Ich blickte
zu Boden, mir kamen auch die Tränen. Jetzt sprach ich noch mit ihm, doch wie bald würde er nicht
mehr sein.
Als ich ihn verließ, bat er mich um meine Telefonnummer, er wollte mich anrufen, wenn er wieder zu Hause
sei. Er hat nie angerufen. Drei Monate später las ich seine Todesanzeige in der Tageszeitung. Bei seiner
Urnenbestattung war ich zugegen. Ruhe in Frieden Gert.

Sollte diese Geschichte auch nur Einen Raucher zur Vernunft bringen, hat sich mein Schreiben gelohnt!

Autor: rollystone DSC00397
Beiträge 44

[Auf diesen Post antworten]
IconKommentare

Geperrtes  Mitglied
Geperrtes Mitglied09.08.2010 06:39
Es nützt gar nichts

Habe eine Freundin , da starb die Freundin wegen Rauchen, 3 Tage sagte sie, ich rauche nie mehr. Heute hat sie kaputte Nieren, raucht und trinkt, weiß sie muß bald an die Dialyse , aber sie raucht. Weiß sie wird nicht transplantiert, denn Raucher und Trinker kommen ganz hinten hin. Sie raucht. Es ist ihr egal...wenn jemand kommen würde und würde es ihr machen.... ohne daß sie Einsatz bringen muß.... so sind viele Raucher....jeder ist für sich selbst verantwortlich...es sind Menschen ohne Willenskraft, Disziplin und Verantwortung.
Ute  Sy
Ute Sy09.08.2010 14:40
Eine

Nachbarin starb vor einigen wenigen Jahren 39jährig an Lungenkrebs. Ob sie geraucht hatte, entzieht sich allerdings meiner Kenntnis.
Inaktives Mitglied
Inaktives Mitglied09.08.2010 20:09
Disziplin

Gaby, so ist es. Wenn Menschen für sich entscheiden, so zu leben, dann sollen sie auch so kaputt gehen, doch bitte niemanden dafür verantwortlich machen.

Doch diese Menschen erheben oft den großen Anspruch an das Gesundheitswesen, sie wieder gesund zu machen.

Helmut Tonndorf
Helmut Tonndorf13.08.2010 17:33
Wo Rauch ist, ist auch Feuer!

Mein lieber rollystone, Deine Geschichte ist sicher gut gemeint. Du schreibst gern, wie 44 Beiträge zeigen. Jeder Raucher raucht allein und jeder Raucher stirbt allein. Das tun wir alle, ob wir rauchen oder nicht. Der Raucher, der ruckzuck an Krebs, irgendeinem, stirbt hat es gut. Ein Schicksal, das nur einen geringen Prozentsatz der Raucher trifft. Da gibt es viel heimtückischere Krankheiten, denen Raucher zum Opfer fallen und die nicht mit einem gnädigen, schnellen Tod enden. Jeder Raucher wird nur durch eine eigene (innere) Entscheidung zum Raucher. Auch dann wenn man unterstellen kann, er hätte nur einem Vorbilld, egal aus Film oder Realität, nachgeeifert. Zu irgend einem Zeitpunkt hat er tief im Unterbewußtsein die Entscheidung getroffen: Ich rauche! Und noch tiefer ganz verborgen war der wirkliche Wunsch "dann bin ich ein erfolgreicher Musiker, Politiker, Manager oder was auch immer. Eben das was das "rauchende Vorbild" war. Wenn sich ein Raucher aus freien Stücken, ohne Zwang, entscheidet des "Pudels Kern" in sich tief drinnen zu finden und zu knacken, dann ist der halbe Weg nach Rom erreicht. Dann kann er eine neue aktuelle Entscheidung treffen. Der Zigarettenbestan fliegt in die Mülltonne und wenn es 10Stangen sind. Warnung: nicht verschenken, nicht verkaufen, nicht irgendwo ganz hinten aufheben. Ab in die Tonne und das goldene Dupont-Feuerzeug gleich hinter her. Sofort.
Dann lieber Raucher wirst Du an einem Samstag feststellen, dass Du am Sonntag die "!letzte Lulle gepafft hast." Glückwunsch. Auf dem Weg, des Pudels Kern zu finden, bei Goethe war es ein fahrender Scholast, kann der "umentschiedene" Raucher vielleicht Hilfe gebrauchen. Unser Unterbewußtsein hat tolle Fähigkeiten, aber es ist doof. Und weil es doof ist schützt es einmal getroffene Entscheidungen auf die raffinierteste Art und Weise. Also lieber Raucher mach Dir klar, Du bist der Chef deines Unterbewußtseins und nicht umgekehrt. Ich kann Dir sagen wie es geht, entscheiden musst Du ganz allein. Viel Glück - good luck - bonne chance wünscht der eremit911

Inaktives Mitglied
Inaktives Mitglied21.08.2010 13:14
Ich sah in der Uniklinik

einen sehr jungen Mann, es hätte mein Sohn sein können, sogar etwas jünger.
Er hatte eine Kanüle am Kehlkopf und sprach mit einem Gerät, das sehr blechern klang. Ich erlaubte mir zu fragen, was er denn Schlimmes habe. "Vom Rauchen" sagte er und steckte sich direkt danach die 2. Zigarrette an........


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