Wenn das Wünscheschicken ans Universum erfolgreich ist...
Im Thema: Hobby & Freizeit
von: Falkin Lilly
erstellt am: 17.07.2010
von: Falkin Lilly
erstellt am: 17.07.2010
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Ein Samstagmorgen und es regnet in Strömen.Eigentlich wollte ich längst mit meinem Sohn am See liegen, die Sonne genießen, im Wasser plantschen, die großen Karpfen betrachten.
Aber erstens kommt es anders, zweitens als man denkt.
Mein Sohn liegt noch selig schlummernd in seinem Bett und ich genieße die „Blaue Stunde“, Kaffeetasse in der Hand, Marmeladebrötchen gegessen und über das Glück und das Wünschen nachgedacht.
„Bitte Universum, gib meinem Sohn einen Praktikumsplatz“
Wie oft habe ich in den letzten Wochen diesen Wunsch formuliert.
Viele Bewerbungen wurden verschickt und diesen Donnerstag habe ich den Telefonhörer nicht mehr aus der Hand gelegt.
Denn die Zeit, sie rennt im Sauseschritt und der 1. August rückt immer näher.
„Mein Name ist Frau S…..ich bin eine verzweifelte Mutter….mein Sohn wird ab dem 1.8 die Fachoberschule, Schwerpunkt Wirtschaft und Verwaltung besuchen. Er hatte die Zusage für einen Praktikumsplatz (sonst hätte die Anmeldung bis zum 30.03. ja nicht erfolgen können). Doch das hat sich wegen Insolvenz der Firma zerschlagen. Und jetzt suchen wir ganz kurzfristig einen neuen Platz.“
Das ist mein Eingangsspruch und meist erledigt sich der Anruf kurze Zeit später. Längst ist das Praktikumsplatzangebot ja ausgeschöpft.
Aber irgendwie gibt es doch Menschen mit gutem Herz. Auch wenn sie mir nicht helfen können, geben sie mir Tipps…..und einer davon wird auch erfolgreich sein…doch das wissen wir zu diesem Zeitpunkt ja noch nicht.
Krankenkassen, Amtsgericht, Finanzämter, Magistrate, Stadtverwaltungen sind die Ansprechpartner.
Mache nicht einmal vor meinem eigenen Arbeitgeber halt….er windet sich wie ein Aal….eigentlich liegt das Nein von Anfang an in der Luft…nehme aber doch lieber die Verzögerung an….es ist die Hoffnung…vielleicht könnte es doch etwas werden…bin ja seit 22 Jahren in diesem Laden tätig…..vielleicht wird ja ein Auge zugedrückt…eine Stelle geschaffen. Doch ich muss immer wieder hinterfragen….bis endlich das Nein ausgesprochen wird.
Sitze mit meinen Freundinnen auf dem Sonnenhügel im Schwimmbad. Wir glauben an das Wünschen, fassen uns an den Händen und wünschen für meinen Sohn einen Praktikumsplatz.
Der entscheidende Tipp kam von einer netten Dame eines der Magistrate. Sie weiß, dass in einer Berufsfachschule ein Platz freigeworden ist. Ein Jugendlicher, der sich beruflich anders orientiert hat…..und nun ist diese Stelle unbesetzt.
Mein Sohn ist ganz aufgeregt…..das wäre sein absoluter Favorit. Also im Internet die Schulseite geöffnet. Wer ist Ansprechpartner….Anruf ist zwecklos…es sind Schulferien….also Bewerbung per Internet losgeschickt…zusätzlich noch Bewerbung per Post.
Am nächsten Tag weiter telefoniert. Hab nicht einmal vor dem Hessischen Schulamt haltgemacht. Ein sehr netter Herr, der sich die Geschichte der verzweifelten Mutter anhört, alles hinterfragt und mir zwei wichtige Telefonnummern gibt. Auch wenn Schulferien sind, haben wohl immer Lehrer auch Dienste an der Schule zu verrichten…das wusste ich nicht.
Die erste Nummer angerufen….oh je….der Ruf geht durch….der Hörer auf der anderen Seite abgenommen. Es ist die Schulleiterin persönlich am Telefon….ja…die Stelle ist noch frei…ja..ihre Bewerbung im Internet liegt vor…und die Postbewerbung auch.
Schicken sie ihren Sohn morgen um 9.00Uhr vorbei….sie möchte ihn kennen lernen.
Nach diesem Telefonat sitze ich erst mal wie erschlagen auf dem Sofa. Auch wenn nichts entschieden ist, fließen mir schon die Freudentränen.
Freitag….ich selber bin zu einem Tagesausflug im Vogelsberg.
Meinem Sohn habe ich auf den Weg gegeben, zu lächeln.
„Du schaust so nett aus, wenn du lächelst“.
Spätnachmittag mein Anruf aus Ortenberg….wie ist es gelaufen. Er sitzt auf heißen Kohlen, wartet auf den Anruf….im Spätnachmittag wollten sie sich entschieden haben und ihm Bescheid geben.
Kurz nach 17.30 Uhr stehe ich vor der Haustür meines ehemaligen Zuhauses. Ein Mamawochenende steht an….und ich will meinen Sohn abholen.
Braungebrannt, mit Jogginghose bekleidet und einem ganz eigenartigen Lächeln steht er an der Tür.
„Es hat geklappt, Mama….vor 10 Minuten haben sie angerufen…sie nehmen mich.“
Noch nie bin ich so schnell die Treppenstufen hinauf geflogen. Meinen Sohn in die Arme genommen und ihn gedrückt. Was für eine Freude….was für eine Erleichterung.
Das Wünscheschicken ans Universum wieder erfolgreich.
Jetzt kann endlich auch der Urlaub beginnen….so losgelöst von den Sorgen….so voller Freude auf die Zukunft.
Schicke ein Dankeschön in die Fernen Räume für die Erfüllung unseres Herzenswunsches.
Marlies
Kommentareich bin noch am wünschen, dass meiner übernommen wird.
auch ich habe den ganzen freundeskreis mit eingespannt. :-))
aaaaber nur wenn man daran glaubt, und nicht ständig nachfragen,
sonst wird das universum sauer wie die bei neckerman und lassen dich länger warten :-)
Wünsche ans Universum.
ZUerst habe ich beim Lesen gelächelt, aber es wurde mir immer bewußter, das es richtig ist. Wünsche können wahr werden, wenn man intensiv aus ganzem Herzen wünscht.
Später erschien dann noch ein Buch von ihr:
Reklamtionen ans Universum.
Es waren Zeilen zum Lächeln, aber auch wieder viel Wahrheit.
Ich wünsche Deinem Sohn alles Gute und daß das Glück weiterhin bei euch zuhause ist!
Herzliche Grüße
Rosi








Die Freude steckt in jedem Wort.