neulich in der silberkneipe
Im Thema: Klatsch & Tratsch
von: Inaktives Mitglied
erstellt am: 12.05.2009

von: Inaktives Mitglied
erstellt am: 12.05.2009

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war wieder mal ein sch...tach heute, und alle trudelten sie ein ... sie lustigen silberlinge aus dem internet ...
Neulich in der Silberkneipe (1)Es war wieder einer dieser Tage, in denen keiner so richtig wusste, was er mit sich anfangen sollte. Auf der Arbeit waren sie alle blöd, mit dem Partner klappte es heute auch nicht so doll, die Rechnungen türmten sich mittlerweile meterhoch.
Es war einer der Tage, in denen dann auch noch der Computer streikte. Und wie das so ist an diesen Tagen, schlug man die Wohnungstür hinter sich zu und ging mal wieder in die Silberkneipe. Hören, was die anderen Typen so machten. Gemeinsamer Frust ist halber Frust.
Hoddi P. (im Folgender der Einfachheit halber nur Hoddi genannt), schob sich auf den Hocker an der alten Theke und wunderte sich, dass er heute der Erste war. Als Nina, die schöne, pralle Silberwirtin, seine Miene sah, tat sie einen tiefen Seufzer. „Ja, Hoddi, heute scheinte tot Hosse zu saein. Kann aber auch an dem Fussballspiell liggen.“
Er nahm sein frisch gezapftes Kölsch und tauchte seinen Schnäuzer in den Schaum. „Echt? Wer spielt denn?“
„Das weißt du nicht? Silber 04 gegen Platin 08.“
„Ach sooo. Er nahm den Nächsten Schluck, das tat gut. „Nina, hab ich dir schon den neuen Platinerwitz erzählt? Also, treffen sich zwei Platiner und …“ In diesem Moment ging die Tür auf, und Gaby mit Ypsilon kam herein (im Folgenden Gaby genannt).
„Nen Schnaps, Nina“, bestellte sie und fläzte sich neben Hoddi auf den Hocker. „Ey Hoddi, auch schon da. Mann, hatte ich einen beschissenen Tach heute. Ich glaube, mein Schwein pfeift.“
„Wattenn?“, fragte er und pflückte ihr einen Fussel von der Schulter. „Wieder Stress mit der Fotografiererei?“
„Boah ey …“ Sie rollte mit ihren hübschen Augen. „Auftrag vom Schlüsselloch. Zehn Stunden lang durch die Swingerclubs gezogen. „Was da heutzutage so abgeht … dös glaubst ja net …“
Er seufzte voller Mitgefühl. „Muss ja ein schlimmer Beruf sein, immer solche Pornobilder zu machen. Gut, dass du das nicht im PC schreibst, bei Silber. Die würden dich wieder fertig machen.“
Sie schielte ihn schräg an. „Fertig machen? Wo ist denn eigentlich deine Gabi?“
„Weiß ich doch nicht.“ Nina reichte ihm das nächste Bier. „Und wo ist deine Asray?“
Jetzt seufzte sie. „Na, beim Sortieren von ihren Fotos.“ Sie nahm einen Schluck. „Macht sie den ganzen Tag. Hab ich dir schon mal gesagt, dass die meisten Fotos auf ihrer Homepage (((www.asray.de – die redaktion))) von mir geschossen sind?“
„Klar, Gaby.“ Wieder die Tür. „Aber da ist sie ja, deine Asray, und da kommen auch Dieter und Gernot.“
Asray strahlte, denn sie hatte beim Sichten, Sortieren und Bearbeiten endlich ihre lange vermissten Fotos gefunden, die sie für Dieter gleich ausgedruckt und mit Silberstift signiert hatte. Dieter Mc Humorlos (im Folgenden kurz nur Dieter genannt), schnappte sich den letzten freien Hocker und orderte einen doppelten Jack Daniel. „Na, Nina? Was macht die Verschwörung?“
Die Silberwirtin starrte ihn verständnislos an. „Was meine du? Welche Värschwörung???“
Er winkte ab. „Vergiss es, ich hatte einen Scheißtag heute.“
„Solche Tage sind nicht gegen das Grundgesetz!“, belehrte ihn Gernot Boye (im Folgenden – sollte er noch einmal vorkommen – kurz Gernot genannt). „Und im Übrigen war das wirklich ein Scheißtag, und ich bin auch nicht der, der ich hier bin.“
Gaby sah ihn recht merkwürdig an. „Ääääh, Gernot, möchtest du vielleicht darüber sprechen?“
Er schüttelte die toffe Frisur. „Neee, möchte ich nicht. Das habe ich auch bei Platin noch nie getan.“
Ein Gast, der sich bisher im Schatten hinter dem Spielautomaten verborgen hatte, kam aus denselben und scheuerte ihm eine. Dann verschwand er wieder.
Bevor jemand den Notdienst rufen konnte, schwang die Tür auf, und Jürgen C (hier nur Jürgen) und Tiro mit dem, komischen Nicknamen (im Folgenden hier nur Tiro genannt) kamen herein.
„N’Bierchen, Jürgen, wie immer?“, fragte Nina. „Siehst widdär gutt aus heute, mein Lieber.“
Jürgen winkte lässig ab. „Ach nee, Nina, war ein Scheißtach heute. www.youtube.de/b0ub6vu83545/blabla.“
„Was?“, fragte Asray und schlürfte an ihrem Strohhalm. „Was schickst du uns da wieder für einen Link, Jürgen?“
„Weiß ich doch nicht. Ist mir grade so eingefallen.“ Jürgen klatschte Hoddi auf die Schulter. „Und, Junge, wo ist deine Gabi?“
„Mann!“, schnaufte der zurück. „Geht mit nicht auf den Keks, war eh ein Scheißtach heute …!“
„Ich hab darüber ein Buch geschrieben“, gab Tiro zu bedenken.
Asray musterte ihn von unten bis oben. „Du hast … DAAAARÜÜÜBER … ein Buch geschrieben, Tiiiiroooo?“
„Nein, nicht daaaarüüüber … Psycho.“
Die Silberwirtin sah ihn interessiert an. „Du bist Psycho, Tiro?“
„Nein!“ Er fingerte sich eine Lucky Strike aus der Jackentasche. „Ich bin nicht, ich mach!“
„Lol“, sagte Dieter. „Hab ich euch eigentlich schon gesagt, dass ich ein schöner Mann bin?“
„Wann machen wir einen Termin?“, fragte Gaby. „Schönes Bild von dir im Silbernetz, aber ich mache bessere. Und vor allem solltest du auf den Urheberschutz achten. Das Bild ist doch nie im Leben von dir.“
Er zeigte ihr einen Vogel. „Ach nein? Von dem denn?“
„Robbie Williams“, meckerte Hoddi und nahm von Nina das siebte Bier an. Die Silberwirtin legte die CD auf, die Jürgen ihr mitgebracht hatte – Franz-Josef Degenhardt. „Oder Burt Reynolds … irgendsowas …“
„Pass du lieber mal auf deine Gabi auf!“, reagierte Tiro ungewöhnlich heftig. „Die flirtet hinter deinem Rücken mit anderen Kerlen!“
„Nein!“, rief Hoddi empört. „Und mit wem?“
Tiro strahlte ihn schadenfroh an. „Na, mit mir zum Beispiel!“
„Mit uns allen“, meinte Dieter säuerlich. „Sie hat letztens geschrieben, dass liebt uns alle liebt.“
„Jetzt fehlen dir die Worte, hä?“, grinste Gernot, der wieder auf den Beinen war. „So wie damals bei Platin, als wir dich so herrlich gemobbt haben und …“
Aus den Schatten des Raumes, gleich neben dem Flipperautomat, trat eine dunkel vermummte Gestalt und scheuerte ihm eine.
„Wo waren wir stehen geblieben?“, fragte Nina, als die Ambulanz Gernot aus der Kneipe getragen hatte. Der CD-Player spielte „Spiel nicht mit den Schmuddelkindern.“ „Ach sooo, äh … Was macht eigentlich unsere Gabi, Hoddi?“
In diesem Moment flog die Tür auf, und die Leibhaftige betrat den Raum.
(Nein, nicht Barbara von Heidenberg!)
„Bier, Nina!“ Die Leibhaftige schwang sich an den Tresen, genau zwischen Tiro und Hoddi. „Bier für alle! Heute war ein Scheißtag, wusstet ihr das schon?“
„Gabiiii!“ Nina fiel ihr um den Hals. „Schön, dass du da bist, wir hatten uns schon Sorgen gemacht.“
„Ja, ehrlich“, sagte Gernot, obwohl er eigentlich gar nicht mehr da war. „Das haben wir schon bei Platin getan, als der Horst …“
Nachdem der Maskierte aus den Schatten ihm eine geschmiert hatte, trugen die Männer in Weiß0 auch ihn weg, den Geist von Gernot.
„Ich liiiieeebe euch alle!“, schmetterte Gabi (ach so: die Gabi mit i, hier weiter nur Gabi genannt). „Ohr seid so geil, wisst ihr das? Die Liebe ist das Größte auf dieser Welt. Ohne Liebe geht gar nichts mehr.“
„Ich würde dich gerne mal fotografieren, Gabi“, sagte Gaby (also die mit y zu der mit i – die redaktion). „Wann passt es dir denn?“
„Darf ich meine Hunde mit bringen?“, fragte die Leibhaftige zurück.
„Na klar, aber bitte keine Taube!“
Plötzlich standen Lisa Lisa (wir nennen sie im Folgenden nur Lisa) und Julia Meinwunsch am Tresen.
„Schönnn, dass ihr auch da seid, irr Biden!“, begrüßte sie Nina, die Silberwirtin. „Das Gleiche wie letztäs Jar?“
„Das Gleiche wie JEDES Jahr, Nina“, erwiderte Lisa streng. Sie sah von Gaby zu Gabi und wieder zurück. „Aber ich sehe hier schon doppelt, dabei waren es doch nur zwei Flaschen Riesling heut Abend – war ein Scheißtag, Leute …“
„Wieso doppelt, Lisa?“, fragte Dieter. „Etwa mich?“
„Nee, Dieter, so schön bist du denn auch nicht.“ Sie schüttelte den Kopf. „Nein, Gabi mit i und Gaby mit y. Da sitzen sie beide, aber sie sind doch, wie meine Recherchen ergaben, nur ein und dieselbe Person …“
„Dat wüsste ich aber“, meinte Hoddi süffisant und zog sich den ersten Joint rein.
„Wo hast du das her?“, schnappte Jürgen. „Degenhardt hat gesagt, dass er mit Drogendealern, Terroristen … und so weiter … www.youtube/blablabla/d7kjggsd7o ...“
Hoddi winkte müde ab. „Ach nee, Jürgen, die Tüte war doch ein Geschenk von Jochen, den ich bei Platin kennen …“
Aus den Schatten gleich neben der Jukebox trat eine vermummte Gestalt und scheuerte ihm eine, dass er vom Stuhl fiel.
„Auch er braucht Liiiieeebe …“, zwitscherte Gabi mit i und beugte sich über den Schwerverletzten. „Und ihr sowieso. Was seid ihr nur für Menschen? Habt ihr jemals geliebt???“
Julia machte Striche an einer Schiefertafel an der Wand.
„Was machst du denn da?“, fragte sie Jürgen, als aus den Lautsprechern zum dritten Mal die Internationale tönte. „Was sind das für Striche?“
„Ich bewerte Gabi grade runter“, gestand Julia. „“Aber war echt ein Scheißtag heute, hat das hier jemand schon mal gesagt?“
„Oh!“, rief da Nina von hinter der Theke. „Das Fußballspiel ist aus! Wisst ihr, wer gewonnen hat?“
„Keine Ahnung“, meinte Asray und setzte ihre schönsten Augen auf. „Wer denn?“
„Na, Plaaaatiiiin …“
*
Als der Maskierte aus den Schatten getreten war und die Silberwirtin ohnmächtig geschlagen hatte, als sie vom Krankenwagen abgeholt worden war, als die Kneipe für die nächten zwei Tage geschlossen worden war, standen Gabi mit i und Gaby mit y bibbernd und frierend am Bürgersteig und warteten auf das Taxi.
„Und?“, fragte Gaby mit y. „Hast du eine Ahnung, wer dieser komische Typ mit der Maske war, der sie alle verhauen hat, wenn sie von Platin gesprochen haben?“
Gabi mit i rollte mit den Augen und fiel ihr um den Hals. „Ich liebe euch alle, die Liebe ist alles, aber ihr versteht mich nicht …“
Da trat aus den Schatten zwischen den Häusern eine dunkle Gestalt und liftete ihre Maske. Mit einer Verbeugung, wie Zorro sie nicht besser hingekriegt hätte, sagte sie: „Gestatten, meine Damen – ich bin der Geist der Silberkneipe und bestrafe gnadenlos jeden, der hier das Wort Platin in den Mund zu nehmen wagt.“
„Is dat geeeil“, zirpte Gabi. „Dich liebe ich auch …“
Der Silberne Rächer nickte und seufzte tief. „Aber hab ich euch schon gesagt, dass heute ein echt scheiße Tag war ..?“
Gabi mit i und Gaby mit y hörte ihn leider nicht mehr,. Sie hatten keine Lust mehr, auf ihr Taxi zu warten, und schwankten Arm in Arm nach Hause, dort wo der Pfeffer wächst und der Spargel blüht.
Auf der anderen Seite der Straße stand aber Lisa Lisa und rieb sich über die Augen.
„Ich wusste es doch!“, stöhnte sie in die Nebel der Nacht. „Gaby und Gabi … ist ein- und dasselbe. Das muss ich Silber melden, und auch Platin …“
Hinter ihr schälte sich eine dunkle Gestalt aus den Schatten der Nacht, holte aus und …
***
Und wenn sie nicht gestorben sind, leben sie noch morgen ... :-) bis auf die tage in unserer kleinen kneipe ... und wichtig: hier ist NICHTS böse gemeint ...
KommentareFür Entchen am Spieß zahlt der Deutsche bislang nicht, vielleicht kommt das noch *ggg*
War sicher eine/r von PLATIN....
...
auaaaah....grmpf
Ich habe selbst auf den Selbstauslöser gedrückt.
Natürlich musste Platin07 gewinnen. Der Schiedsrichter war ein bekannter Moderator!
Hoffentlich kommt bald die Fortsetzung. :)
dieter ... für dich also ab jetzt nur noch den guten glennfiddich! guter geschmack, der herr :-) wegen hundeklo ist die silberwirtin schon in verhandlungen mit der stadt und geeigneten sponsoren.
fortsetzung, linda? an mir soll's eigentlich nicht liegen.
aber hat jemand meinen lila string gesehen ...?
Hoffentlich hängt dein Herz nicht so sehr daran Hoddi, denn entweder eine der weiblichen Gäste fand Gefallen dran, oder irgend ein String-Fetischist hat ihn sich geschnappt; jedenfalls liegt er nicht mehr dort ... hmmm *grübel*
...
wo ist heute eigentlich der Typ, der neben dem Automaten stand ?
gestern hat er ja den lieben gernot so doll verhauen, dass der heute in seiner eigenen kneipe erst mal tüchtig luft ablassen muss (live auf diesem kanal). dann ist er noch mit der nina verschwunden.
hmmm, komisch, dass sie grade jetzt wieder ihren hexenschuss hat ... dz, dz ...
Hallo Horst,
nun, manch gekünstelte Geschichte macht irgendwie keinen wirklichen Sinn. Aber müssen Geschichten denn einen haben, wenn sie als Spaß zur reinen Unterhaltung dienen?
Doch Letzteres ist wohl bei diesem schlappen Text kaum zu erwarten.
Mensch, wenn Du schon großes Theater aufführen möchtest, dann sollten auch die Rollen der Protagonisten mit ganzer Kraft und Leidenschaft gespielt dargestellt werden.
Jedoch das, was Du hier abgeliefert hast, ist einfach zu dünn, langweilig, klischeehaft und viel zu aalbern.
Wobei, bei "Aalbernheit" bekommt das Ganze doch eine leicht fischig, maritime Schlagseite, wenn ich so über Kneipenverhaltenspsychologie nachdenke.
Leider säuft die Story gleich danach ab, da sie sich lediglich auf wiederholte, gesprochene Zitate beruft, in der sich nebenbei ein paar unbedeutende Handlungen einiger Protagonisten tummeln, die sich nicht irgendwie witzig lesen.
Die japsen dann auch hörbar nach Luft und Sinn, wollen nicht wahrhaben, nur für formal pseudo-humoristische Kriterien missbraucht worden zu sein, schwimmen und schwimmen und hoffen bis zuletzt das rettende Ufer der Satire zu erreichen.
Doch umsonst.
Mein Beileid.
Nachdem mir nun die Füße beim Lesen vollkommen eingeschlafen sind, fiel mir doch noch etwas ein, das die Story annähernd beschreibt:
Ick bin 'ne coole Sau,
du bist'n dummet Schwein
komm, lass uns etwas ferkeln,
dann sin ma net allein. :)
Grunz
Ja, ja, es war echt ein Scheißtag heute, hat das hier schon mal jemand gesagt?









und eine nette Erheiterung am Abend.
LG von Susanne