tötliche e-mail
Im Thema: Internet
von: kerstin d,
erstellt am: 29.11.2011
von: kerstin d,
erstellt am: 29.11.2011
24 Bewertungen: (ø 4.1)
316 mal gelesen
man sollte darüber nachdenken.........
Tödliche E-mailImmer als sie nach Hause kam,
setzte sie sich an den Computer,
wählte sich ins Internet ein und blieb solange drin,
bis ihre Mutter sie ins Bett schickte.
Aber an diesem Tag war es anders,
sie hatte sich verliebt.
Es verging kaum eine Minute,
wo sie nicht an ihn dachte.
Sie hatte nur seinen Nicknamen im Kopf
und seine Beschreibung.
Andauernd dachte sie darüber nach,
wie er wohl aussehen würde.
Sie hatten nie so richtig über sich selbst geredet,
nie über persönliche Details
wie genauer Wohnort oder so.
Sie wusste nur, dass er in Deutschland wohnte,
wie sie selbst, aber etwa 400 km weit entfernt;
zu weit zum besuchen.
Sie konnte ihm vertrauen, konnte sich loslassen,
konnte sich fallen lassen, wenn sie mit ihm Chattete,
was sie sonst nicht konnte.
In real war sie sehr schüchtern,
traute sich kaum etwas zu.
Doch im Chat, wenn sie mit ihm sprach,
dann konnte sie sich richtig fallen lassen,
und ihren Gefühlen freien Lauf lassen.
Doch das sie sich in ihn verlieben würde,
daran dachte sie nie.
Sie hielt es nicht möglich,
sich in einem Chat zu verlieben,
doch nun war es passiert;
sie konnte nichts mehr dagegen machen.
Es vergingen einige Tage; Sie dachte pausenlos an ihn;
war schon öfters so nah dran, es ihm zu gestehen,
aber sie schaffte es nie.
Doch dann kam der Tag, an dem sie beschloss,
es ihm zu sagen.
Als sie sich nach der Schule an den PC hockte,
und in den Chat ging, war er nicht da.
Sie wartete lange, doch er kam nicht.
Sonst war er immer da. Jeden Tag um die selbe Zeit.
Doch heute nicht.
Sie hatte keine Ahnung
was dazwischengekommen war
und befürchtete schon das schlimmste.
Da kam ihr die Idee, ihre E-Mails nachzulesen.
Sie hatte Post, es war eine E-Mail von ihm.
Als sie den Betreff las,
stieg in ihr ein eigenartiges Gefühl auf.
Ein mulmiges Gefühl in ihrem Bauch.
Ein Gefühl, dass ihr die Luft wegbleiben ließ.
Im Betreff stand :
Tut mir leid, ich mag dich nicht mehr !!!
Sie machte die Mail auf......
Na du......
Es tut mir leid,
ich hätte es dir viel eher sagen sollen,
hätte es niemals so weit kommen lassen dürfen.
Ich bin nicht der, den du denkst.
Ich bin nur ein gewöhnlicher Mensch,
kann mit dir ehrlich gesagt nichts anfangen.
Ich habe dich die ganze Zeit nur belogen.
In Wirklichkeit wollte ich nur jemanden verarschen.
In Wirklichkeit kann ich dich nicht leiden.
Du mit deinem ewigen Gejammer,
du mit deiner völlig abartigen Sicht
vom Leben und allem.
Ich habe mit gespielt,
weil es das war, was du wolltest.
Aber ich kann dich nun mal nicht leiden,
deswegen werde ich dich jetzt in Ruhe lassen.
Das ist das letzte was du von mir hörst.
Sie konnte es nicht glauben.
Jedes Wort fühlte sich so an,
als würde ein Messer in ihr Herz stechen.
Es tat so fürchterlich weh, als sie das las.
Die Tränen konnte sie nicht mehr zurückhalten.
Sie rollten über ihre Wangen, bis zum Kinn.
Es fühlte sich an,
wie Dornen die sich in sie hineinführen.
Sie war alleine daheim ; zum Glück.
So hätte sie sich nicht getraut,
aus dem Zimmer zu gehen
und das Weinen konnte sie auch nicht unterdrücken.
Es kam aus ihr heraus,
als hätte sie seit Jahren nicht mehr geweint.
Sie hatte das Gefühl,
als würden diese Worte alles in ihr zerstören,
verbrennen.......
Sie wollte nicht mehr.
Er war die einzige Person, der sie vertraut hatte.
Doch es war alles nur Show.......
Er war nicht real, diese Person die sie liebte,
hasste sie.
Sie wollte nicht mehr leben .
Alles, woran sie geglaubt hatte, war eine Lüge
und das schlimmste war immer noch,
das er es ihr so sagen musste.
Er hätte es auch anders tun können......
Aber wieso so ???
Und wieso gerade sie
und nicht eine andere naive Chatterin ?
Sie sah nicht mehr richtig,
ihre Augen waren voller Tränen
und in ihr brannte es förmlich.
Sie konnte sich noch daran erinnern,
dass ihre Mutter einmal Schlaftabletten gekauft
hatte.......
Im Bad mussten sie sein,
wie vor einigen Tagen auch noch,
als sie sie per Zufall gefunden hatte.
Sie setzte sich wieder an den PC,
vor ihr der Posteingang -
Keine neuen Nachrichten ........
Der Deckel des Röhrchens spickte weg,
als sie es aufmachte.
Da waren einige weiße Tabletten.
So klein und doch so gefährlich.
Sie nahm sich eine raus und schluckte sie.
Es war ekelhaft; es schmeckte fürchterlich bitter,
aber die Tablette verschwand sofort in ihrem Magen.
Der Rest kann ja nicht schlimm sein,
gleich ist ja eh vorbei dachte sie,
und schluckte den Rest der Tabletten auch.
Wie lange sie da saß und auf Post von ihm wartete,
konnte man nicht sagen,
es mussten Stunden gewesen sein.
Ihr Kopf wurde immer schwerer,
die Augenlider waren so schwer wie Blei.
In ihrem Magen brannte es,
doch sie spürte es nicht mehr.
Alles war wie durch Watte gedämpft.
Der Kopf sank auf die Tastatur,
ihre Augen schlossen sich.......
Das Herz wurde immer langsamer, alles schlief ein.
Für immer........
Man fand sie am nächsten Morgen.
Tot vor dem PC, in der Hand das leere Röhrchen
und auf dem Bildschirm …….
eine Nachricht.
Irgendwer von den Ärzten musste sie geöffnet haben.
Darin stand:
Gott …..
was hat denn mein Bruder für einen Mist geschrieben ?
Tut mir leid, ich habe das nicht geschrieben......
glaub mir bitte.......
ich könnte dir niemals weh tun.......
Denn ich liebe dich ! ! !
Wenn Dich diese Mail auch so sehr berührt wie mich,
dann nimm sie Bitte mit und leitet sie an viele weiter,
oder Bau sie auf Deine Homepage mit ein.
Einige müssen ja leider erst wachgerüttelt werden,
damit sie aufhören im Internet ihre Späße mit
anderen zu treiben und das ihre
Ulkereien nämlich auch auf diese weise so enden könnten !
Kommentarekerstin d,29.11.2011 11:09
da
wie ich dir schon einmal schrieb, wer lesen kann ist im vorteil,
und....mit google hat sie nichts zutun,
aber....man kann von dir auch nichts anderes erwarten.
Zum Thema: Vieles verselbstständigt sich, gerade bei noch nicht gefestigten Persönlichkeiten.
Der Hang zu derben Späßen und Gemeinheiten ist leider bei vielen immer wieder vorhanden. Was sie damit anrichten können, so weit reicht ihre Denke vermutlich nicht, oder es ist manchen egal.
Es geht um die, die mit sich spielen lassen. Meist haben die, aber schon solche Probleme mit sich selbst, daß du die nicht erreichst.
hast du gut gemacht sie hier einzustellen, radio aktiv@gernot musste nicht für voll nehmen
das kann man nämlich nicht oft genug.
ich sach immer..trau keinem unter 50..weisste
Ich sehe es eher als eine Matapher, wie man aus einem Naivling
letzendlich auch einen boshaften Menschen machen kann.
Menschen können von Natur aus boshaft sein, andere wiederum werden durch Erfahrungen boshaft.
Und da muss ich jim beam recht geben:
Man sollte tunlichst unterscheiden zwischen:
Realität
und
Virtualität!!
Wenn ein Mensch so "geartet" ist, sollte er unbedingt die
Finger still halten, auf keine "Liebesbotschaft" re-agieren
oder ganz und gar aus dem Internet raus zu bleiben.
Ansonsten ist es eher eine Geschichte aus den Schülerforen,
wo sich Kinder, die durch Klassenverbände gehetzt und geschmäht werden, weil sie sich nicht zu wehren wissen, umbringen,
sich vor den Zug werfen oder in die Tiefe springen.
allerseits bekannt.
Und es stimmt so nicht ganz.
Man konnte sich früher mit Schlaftabletten umbringen, ja, aber genau diese Medikamentengruppe wird heute nur noch in Ausnahmefällen verschrieben. Heute gibt es neuere Mittel, mit denen es nicht so einfach geht bzw. kaum noch - sie sind "sicherer". Funktionieren tut es mit denen nur, wenn andere Umstände vorliegen bzw. Mittel gleichzeitig eingenommen werden.
http://www.gutefrage.net/frage/stimmt-es-dass-es-heutzutage-nicht-mehr-moeglich-ist-sich-mit-schlaftabletten-zu-toeten
Du googelst doch so gerne.....







