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Drittes Baby tot!
Im Thema: Kinder & Familie
von: Inaktives Mitglied
erstellt am: 25.08.2010
von: Inaktives Mitglied
erstellt am: 25.08.2010
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Drei tote Säuglinge in Mainz werfen die Frage auf: Wie steht es um die Krankenhaushygiene? Tausende Patienten erkranken jährlich in deutschen Kliniken - durch mangelnde Sorgfalt oder unbedachten Umgang mit Arzneien, die Keime resistent werden lassen.
24.08.2010 MEDIATHEK
Video Uniklinik Mainz: Drittes Baby gestorbenNoch sind die Untersuchungen nicht abgeschlossen: Der Tod der Mainzer Säuglinge aber, für den vermutlich verkeimte Infusionen verantwortlich sind, lenkt die öffentliche Diskussion auf ein Problem, auf das Experten seit langem hinweisen: 500.000 bis zu einer Million Menschen erkranken in deutschen Kliniken jährlich an sogenannten Krankenhausinfektionen, schätzen Experten der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene (DGKH). Bis zu 15.000 sterben nach Angaben der Berliner Universitätsklinik Charité sogar an den Folgen dieser Infektion. Genaue Zahlen liegen allerdings nicht vor - es gibt keine Meldepflicht. Häufig, aber längst nicht immer sind gegen Arzneimittel resistente Erreger die Ursache. Bis zu ein Drittel der Krankenhausinfektionen wäre vermeidbar, sagen Hygiene-Fachleute.
Die Verunreinigung der Infusionslösung in Mainz sei eher ein Einzelfall, erläutert Walter Popp, Hygieneexperte der Universitätsklinik Essen, im ZDF-Morgenmagazin. "Klassische Hygienefehler" in Krankenhäusern seien die Infektionen, die sich auf der Station ereigneten - "durch mangelnde Händehygiene, durch unsauberes Aufziehen von Infusionen". Die zentrale Anmischung der Lösung in der Krankenhausapotheke, so wie es in Mainz der Fall war, und nicht auf Station, sei eigentlich ein Fortschritt, so Popp.
24.08.2010 MEDIATHEK
Video Uniklinik Mainz: Drittes Baby gestorbenNoch sind die Untersuchungen nicht abgeschlossen: Der Tod der Mainzer Säuglinge aber, für den vermutlich verkeimte Infusionen verantwortlich sind, lenkt die öffentliche Diskussion auf ein Problem, auf das Experten seit langem hinweisen: 500.000 bis zu einer Million Menschen erkranken in deutschen Kliniken jährlich an sogenannten Krankenhausinfektionen, schätzen Experten der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene (DGKH). Bis zu 15.000 sterben nach Angaben der Berliner Universitätsklinik Charité sogar an den Folgen dieser Infektion. Genaue Zahlen liegen allerdings nicht vor - es gibt keine Meldepflicht. Häufig, aber längst nicht immer sind gegen Arzneimittel resistente Erreger die Ursache. Bis zu ein Drittel der Krankenhausinfektionen wäre vermeidbar, sagen Hygiene-Fachleute.
Die Verunreinigung der Infusionslösung in Mainz sei eher ein Einzelfall, erläutert Walter Popp, Hygieneexperte der Universitätsklinik Essen, im ZDF-Morgenmagazin. "Klassische Hygienefehler" in Krankenhäusern seien die Infektionen, die sich auf der Station ereigneten - "durch mangelnde Händehygiene, durch unsauberes Aufziehen von Infusionen". Die zentrale Anmischung der Lösung in der Krankenhausapotheke, so wie es in Mainz der Fall war, und nicht auf Station, sei eigentlich ein Fortschritt, so Popp.
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